Gold: schlimmer geht immer

Liebe Anlegerinnen und Anleger,

aus aktuellem Anlass wollen wir heute mal wieder Gold und dessen saisonalen Verlauf betrachten.
Nur wegen des stark gefallenen Goldpreises bin ich natürlich kein bekennender Goldfan geworden, aber nach dem heftigen Kursrutsch lohnt es sich einen Blick zu riskieren.
Übrigens habe ich hier Ende Mai ebenfalls über das gelbe Edelmetall geschrieben und Sie gewarnt, dass der Aufwärtstrend im Sinne der Point and Figure Technik nun beendet sei.
Im Großen und Ganzen lag ich damals richtig, musste von einigen Lesern wegen meiner pessimistischen Einschätzung aber teils heftige Kritik einstecken.
Hier geht es zum betreffenden Blog-Beitrag von Ende Mai.

Ähnlich wie Ende Mai gibt es auch heute viele Gründe für den Kauf von Gold, sein Portfolio zu diversifi-zieren und sich abzusichern. Fundamental betrachtet ist die Schwäche des Edelmetalls ein Rätsel.
Der plausibelste Grund erscheint mir der starke Dollar, der grundsätzlich ein echter Bremsklotz für die Preisentwicklung von Edelmetallen, Grund- und Rohstoffen ist.
Mittlerweile ist der Goldpreis stark überverkauft und sogar das objektiv messbare Sentiment der Akteure am Goldmarkt ist historisch pessimistisch – was im Umkehrschluss auf eine Kaufgelegenheit deutet.
Da aber der beste Indikator für die Attraktivität eines Gutes dessen Preisentwicklung ist, wollen wir einen Blick auf den besonnenen P & F Chart werfen.

Gold: weitere Schwäche wahrscheinlich

wie Sie sehen, ist der im Januar 2017 aufgenommene Aufwärtstrend (Bildmitte) eindeutig nicht mehr gültig. Bestenfalls können wir hier noch von einem Seitwärtstrend zwischen 1.140 und 1370 sprechen.

Uunterstützung für Gold in Reichweite
Gold bestenfalls seitwärts

Mehrfach war der Goldpreis nicht im Stande, den hartnäckigen Widerstand bei etwa 1370 $ zu überwinden. Als Konsequenz daraus bildete sich ein Verkaufssignal unterhalb der Unterstützung von 1.310, wo außerdem die Aufwärtstrendgerade ohne Gegenwehr der Käufer durchschlagen wurde. Daraufhin ging der Goldpreis in den freien Fall über und erst bei 1.170 zeigten die Bullen kleine Anzeichen von Widerstand. Wenigstens bildete sich dort in den vergangenen Tagen eine positive X-Achse. Bisher ist die Gegenwehr der Bullen noch schwach und wir sollten abwarten, was daraus wird. Ein ernsthaftes Kaufsignal der P & F Technik ist jedenfalls noch lange nicht in Sicht.
Die Wahrscheinlichkeit ist aus heutiger Sicht größer, dass wir aktuell nur ein Strohfeuer erleben und dann erneut die Unterstützung des zyklischen Tiefs bei 1.130 testen werden. Erst dort erwarte ich eine Vorentscheidung. Bis dahin sind Investitionen in das gelbe Edelmetall spekulativ und richten sich gegen den übergeordneten Trend der P & F Technik.

Prediqma weiter erfolgreich

Bevor es gleich weitergeht mit meiner saisonalen Einschätzung für Gold, will ich Sie aus aktuellem Anlass auf das Buch und die hervorragende Börsen-Software meines sehr geschätzten Kollegen und Hartmut Jaensch hinweisen.

Dieser hat es nämlich mit seiner systematischen Auswertung der verschiedenen Börsenkonstellationen auf das Cover – und natürlich in die Titelgeschichte – der Ausgabe Nr. 33 von „Focus Money“ gebracht. Übrigens in der illustren Gesellschaft der bekanntesten deutschen Börsen-Gurus.
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Und hier geht es zum Probeabo seiner erfolgreichen und systematischen Börsen-Software.

 

 

 

Saisonaler Rückenwind ist jetzt wahrscheinlich

Wie Ihnen die folgende Grafik zeigt, beginnt nun die saisonal günstige Jahreszeit für das gelbe Edelmetall. Als passionierter Rennradfahrer kann ich Ihnen versichern, dass sowohl das Radeln als auch das Investieren mit günstigem Rückenwind sehr viel mehr Spaß macht.

Gold im ststistischen Jahresverlauf
Die durchschnittliche Performance von Gold in der saisonalen Betrachtung

 

Bitte Bedenken Sie, dass saisonale Einflüsse kein Drehbuch und keine Regieanweisung sind, aber historisch erprobte Wahrscheinlichkeiten darstellen.
Dementsprechend erkennen Sie deutlich den positiven Start des gelben Edelmetalls in das neue Jahr. Ab Februar aber müssen wir mit saisonalen Gegenwind rechnen und dürfen uns bestenfalls über einen Seitwärtstrend freuen. Ab August etwa wird es leichter für uns Anleger und wir erhalten saisonalen Rückenwind. Die Wahrscheinlichkeit nun erfolgreich in Gold zu investieren ist ab jetzt viel größer als zu Beginn des Jahres. Vor allem natürlich, falls die Charttechnik mitspielt und sich der Preis des Goldes in der Nähe von potentiell günstigen Unterstützungen bewegt.
Wie oben gezeigt, lässt die Charttechnik für den Goldpreis noch etwas Luft nach unten – bald aber treffen wir auf gute Unterstützungen. Dies – in Kombination mit der saisonal günstigen Jahreszeit – könnte eine interessante Einstiegsgelegenheit für uns ergeben. Dasselbe würde übrigens auch für die im Augenblick extrem verprügelten Aktien des Goldminensektors gelten. Aber Achtung, noch zeigt dieser ausgeprägte relative Schwäche und keinen Grund, hier voreilig zu investieren.

Viel Erfolg und herzliche Grüße von Ihrem fairen Berater aus Bonn

Klaus Buhl

PS. hier können Sie sich informieren, wie ich im Premium Brief und den konkreten Depots verfahre

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