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Kaufen wenn die Kanonen donnern?

wieder liegt eine aufregende Börsenwoche hinter uns und der DAX hat sieben Prozent verloren. Heute diskutieren die Anleger keine internen Ereignisse, die die zukünftigen Firmengewinne und Aktienkurse beeinflussen, sondern den kaum zu kalkulierenden Kriegs am Golf.

Kein Wunder, dass sich jetzt wieder die Frage stellt, ob kriegerische Ereignisse kurze Beine haben? Dann würden wir jetzt eine gute Einstiegsgelegenheit erleben.

Immerhin sorgen geopolitische Krisen an den Märkten schnell für Nervosität. Bilder von Konflikten, steigende Ölpreise und hysterische Analystenkommentare  können und sollen uns ganz bewusst zu überstürzten Entscheidungen verleiten. Deshalb ist in solchen Momenten Besonnenheit die Tugend Nr. 1 eines Investors.
Für langfristig orientierte Anleger lohnt sich ein nüchterner Blick auf die möglichen Szenarien – und auf die Chancen, die sich daraus ergeben. Besonders deutsche Aktien, vom DAX bis zu den soliden Mittelständlern des MDAX und SDAX, werden je nach Verlauf des Konflikts sehr unterschiedlich reagieren – übergeordnet ergeben sich aber auch Chancen.
Bleiben Sie also gelassen – Unsicherheit an den Märkten ist der Normalzustand und daraus ergeben sich unsere Chancen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag und guten Start in die neue Woche.

Ihr fairer Berater,

PS: Sind Sie optimal für den Konflikt aufgestellt? Oder sind Sie noch bei den früheren, jetzt hoch bewerteten Titeln übergewichtet?

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Zwei Szenarien

Bekanntlich sind Prognosen an der Börse ein schwieriges Geschäft und bringen wegen der hohen wirtschaftlichen Komplex grundsätzlich nichts. Niemand kann vorhersagen, wohin die Meute der Anleger rennen wird. Trotzdem sollten wir aber in unterschiedlichen Szenarien denken und diese mit verschiedenen Wahrscheinlichkeiten versehen.

Der Nahe Osten steht erneut im Schatten eines Konflikts – und wie so oft richtet sich der Blick der Finanzmärkte zuerst auf das schwarze Gold. Doch für private Investoren geht es um weit mehr als nur den Ölpreis. Es geht um Inflation, Konjunktur, Zinsen und letztlich um die Frage: Welche Zukunft erwartet die globale Konjunktur und sollen wir uns positionieren?

Szenario 1: harte Korrektur an den Börsen, da Öl länger über 120 Dollar notiert

Sollte sich der Krieg ausweiten und die Ölversorgung ernsthaft bedrohen, könnte der Preis für Rohöl rasch über 120 US-Dollar steigen. Die Straße von Hormus – ein Nadelöhr für rund ein Fünftel des globalen Ölhandels – ist bereits ein geopolitischer Brennpunkt. Ein solcher Preisschock würde sich quer durch die Volkswirtschaften ziehen und alles beieinflussen: Energie verteuert die Produktion, die Transporte und den Konsum. Die Inflation würde erneut aufflammen und die Notenbanken zwingen, die Zinsen straff zu halten.

Für Deutschland wäre das eine heikle Mischung. Die ohnehin fragile Industrie könnte wegen der ausbleibenden Reformen der Bundesregierung unter Druck geraten. Der DAX, stark geprägt von Exportkonzernen und Industrieunternehmen, würde schwächeln. Besonders energieintensive Branchen – Chemie, Industrie und Logistik hätten ein Problem. Nebenwerte aus MDAX und SDAX, die stärker von der Binnenkonjunktur abhängen und oft geringere Preissetzungsmacht besitzen, wären besonders sensibel.

Für Anleger bedeutet dieses Szenario: Diversifikation wird zur Pflicht. Energieunternehmen, Rohstoffwerte und möglicherweise auch Gold könnten als Schutzschild dienen. Ebenso könnten Unternehmen profitieren, die weniger betroffen wären, etwa Infrastruktur-, Verteidigungs- und das Gesundheitswesen. Vielleicht auch der Basiskonsum, der aber jetzt schon hoch bewertet ist.

Szenario 2: Das kurze Gewitter – Öl stabiliert sich rasch wieder

Doch die Geschichte der Märkte kennt auch eine andere Wendung: Konflikte, die schneller enden als befürchtet. Sollte der Krieg regional begrenzt bleiben und die Ölversorgung nicht dauerhaft gestört werden, könnte der Ölpreis zwar kurzfristig über 100 Dollar steigen, aber bald wieder sinken.
Die Inflation wäre nicht nachhaltig und die globale Konjunktur könnte ihren vorsichtigen Aufwärtspfad fortsetzen.

In diesem Szenario könnten deutsche Aktien sogar profitieren. Sinkende Energiepreise und stabilere Lieferketten würden der Industrie helfen. Ein großer Vorteil wären auch die traditionell guten Verbindungen der deutschen Industrie in die Golfregion.

Der DAX könnte seine Rolle als zyklischer Profiteur eines globalen Aufschwungs ausspielen. Besonders interessant wären dann Nebenwerte: Viele Unternehmen aus MDAX und SDAX wurden in den letzten Jahren stark abgestraft und handeln noch immer mit Bewertungsabschlägen.

Für Anleger wäre dann jetzt die Stunde der Mutigen. Zyklische Branchen – Maschinenbau, Industrie, Automobilzulieferer würden stark aufholen. Auch Technologie und spezialisierte Mittelständler könnten neue Dynamik entfalten.

Die Weisheit des Marktes

Am Ende gleicht Investieren in solchen Zeiten einer Prüfung der Geduld und der psychischen Stabilität.
Der Markt belohnt jene, die vorbereitet sind – nicht jene, die in Panik handeln. Wer heute sein Portfolio so gut aufstellt, dass es sowohl Sturm als auch Sonnenschein übersteht, handelt mit der Gelassenheit eines langfristigen Investors.
Genau danach strebe ich im Premium Börsenbrief und den global diversifizierten Portfolien meiner Kunden in der individuellen Anlageplanung.

Denn an der Börse gilt eine fast spirituelle Wahrheit: Unsicherheit ist keine Ausnahme – sie ist der Normalzustand. Wer sie akzeptiert und klug handelt, wird auf Dauer belohnt.

Der DAX notieret an einer wichtigen Unterstützung

Die folgende Grafik zeigt Ihnen den DAX als gelassenen Point & Figure Chart.
Wie die Grafik zeigt, ist der DAX in einer dynamischen und negativen 0-Achse von oben kommend direkt an die aufsteigende Unterstützungsgerade gerauscht.
Dadurch wurde ein wichtiges Etappenziel der Konsolidierung bereits erreicht. Es ist positiv, dass das Lager der Bullen im Dax noch nicht kapituliert hat und sich in unmittelbarer Umgebung der der Aufwärtstrendgerade hält. Dadurch ist der positive Trend im Sinne dieser Philosophie noch intakt.

 

Abbildung: Aktueller Kursverlauf des DAX als Point & Figures Chart (Quelle: Stockcharts.com)

Es ist völlig normal, dass in einem Aufwärtstrend der Kurs hin und wieder die aufsteigende Trendgerade berührt und testet.
Umgekehrt wäre es wichtig, wenn die Käufer die aktuelle Region von etwa 23.350 Punkten verteidigen würden. Ansonsten ist ein Test der folgenden Unterstützung bei 23.000 Punkten sehr wahrscheinlich. Diese runde Zahl könnte eine magnetische Anziehungskraft auf die Verkäufer ausüben, da sie auch eine psychologisch wichtige Region ist.
Davon abgesehen befindet sich dort das wichtige lokale Tief und die Unterstützung vom vergangenen November, von wo aus sich die Kurse wieder nach oben gewendet haben.Dort befinden sich also verschiedene wichtige Unterstützungen, die die Bullen möglichst verteidigen sollten.

Fazit:

Die Käufer haben bisher den Aufwärtstrend verteidigt – trotz der miesen Stimmung der vergangenen Tage und der hohen Unsicherheit. Dies werte ich als psychologischen Vorteil und als Hinweis, dass sich der Grad der Eskalation und die Angst der Anleger möglicherweise am Höhepunkt befindet.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Situation nicht total aus dem Ruder läuft und sich allmählich wieder beruhigt. Dies ist in den Kursen bereits eingepreist, da die wichtigsten Akteure keinerlei Interesse an einer ausgedehnten Eskalation haben.
Denken Sie nur an die Kongresswahlen im November, bei denen Präsident Trump unbedingt mit einem tiefen Ölpreis und stabilem Aktienmarkt antreten muss, um zu bestehen.

Genau jetzt befinden wir uns wieder in einer Börsenphase, in der sich lohnt, auf die Signale der großen Anleger zu hören und sich nicht von seinen Emotionen leiten zu lassen.

Entsprechend den Regeln des inneren Marktes befinden wir uns noch nicht in einer extremen Situation, könnten die aber in den kommenden Tagen schnell erreichen. Dann gilt es schnell zu handeln und mutig zuzugreifen – entsprechend dem Regelwerk des inneren Marktes, welches ich im Premium Börsenbrief und natürlich in der individuellen Anlageberatung verfolge.

Ich wünsche Ihnen einen schönen, entspannten Sonntag sowie eine erfolgreiche neue Woche.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Klaus Buhl

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Bild von Klaus Buhl

Klaus Buhl

Mein Name ist Klaus Buhl und ich habe das Investmentgeschäft „von der Pike auf“ gelernt. Vor einigen Jahren wurde mir klar, dass „die Märkte“ nicht so funktionieren wie es uns die Finanzindustrie und die Massenmedien vorgaukeln. Mir wurde klar, daß die allermeisten Kunden mehr als nur eine clevere Strategie und guten Service erwarten neben Fairness und Loyalität - echte Unabhängigkeit sowie vollständige Transparenz der Produkte und Kosten. Deshalb habe ich vor einigen Jahren meine eigene GmbH gegründet und veröffentliche wöchentlich meinen Gratis Börsenbrief

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