Jetzt das Portfolio auf “Rezession” umstellen?

Liebe Investoren,

man könnte meinen, wir leben in seltsamen Börsenzeiten.

Auf der einen Seite häufen sich die negativen Schlagzeilen, was die wirtschaftliche Entwicklung angeht, auf der anderen Seite bleiben die Märkte jedoch nach wie vor stabil.

Für viele Anleger passt das nicht zusammen und sie setzten an den Märkten auf fallende Kurse oder stiegen nicht ein – ganz im Glauben, dass es doch nur weiter nach unten gehen könne. Dass dies bisher jedoch nicht erfolgt ist, sorgt für Verwirrung und Gerede über “manipulierte Märkte” in so manch einem Forum.

Was läuft also im Moment WIRKLICH an den Märkten ab? Und ist mit einer weiteren Korrektur zu rechnen? Und am wichtigsten: Sollten Sie Ihr Portfolio tatsächlich auf “Rezession” umstellen?

Ich möchte versuchen, hierauf heute eine kurze Antwort zu geben.

Was die Märkte antreibt… und was nicht!

Ich möchte hier nicht die Mär von den perfekten und effizienten Märkten anstimmen, die immer wunderbar funktionieren. Die Praxis zeigt, dass dem nicht so ist, und genau das ist ja auch der Grund, weshalb viele Anleger überhaupt Geld verdienen.

Doch so “irrational” und “abgekoppelt” wie so manch ein Marktkommentator die Marktlage im Moment darstellt, ist sie aus meiner Sicht auch wieder nicht.

Kommen wir direkt zum Punkt: Wir wollen als Anleger wissen, wie wir unser Portfolio bzw. unsere Anlagestrategie ausrichten sollten. Das wiederum setzt voraus, dass uns klar ist, was die Märkte treibt.

Und so wie meist sind dies auch aktuell mehrere Faktoren. Ich sehe hier insbesondere die folgenden Punkte im Moment:

Kurstreiber #1: Die Entwicklung rund um das Virus

Man muss kein Börsengenie sein um zu sehen, wie das Virus die Marktentwicklung dominiert. Werden Lockerungen oder Hoffnungsschimmer in puncto Impfung bzw. Medikamente verkündet, schießen die Kurse nach oben. Dies animiert besonders risikofreudige Spielernaturen auch immer wieder, mit den Kursen von Impfstoff-Herstellern zu zocken, was natürlich sehr gefährlich ist.

Gibt es kritische Meldungen, geraten die Märkte schnell in Abgabedruck. Doch was letztlich wirklich bei der Forschung herauskommt, weiß wohl bisher noch niemand wirklich definitiv. Die modernen Impfstoffe, welche auch medienwirksam und mit viel Kapitalaufwand  “gepushed” werden, klingen zwar technologisch gesehen spannend. Doch bleiben bei mRNA-Impfungen auch noch zahlreiche Risiken und Fragen offen, wie sich auch erst kürzlich in den wenig schönen Ergebnissen des Impfstoff-Herstellern Moderna und seinem aktuellen Test an Menschen zeigte. Mehrere Probabanden hatten nach Verabreichung des Impfstoffes wohl ernsthafte Komplikationen, die das Eingreifen von Ärzten nötig machten. Über den Rest und den Zustand der Probanden schweigt der Hersteller sich aus…

Was noch nicht ist, kann natürlich noch werden und aktuell zeigen sich die Märkte eher optimistisch. Hoffen wir also, dass bald eine Lösung gefunden wird.

Kurstreiber #2: Liquidität in “unbegrenztem” Maße

Der zweite große Kurstreiber der aktuellen Marktlage ist sicherlich die in extrem hohem Maße zur Verfügung gestellte Liquidität. Diese wird sich natürlich Ziele suchen und landet letztlich – mangels Alternativen – vor allem im Aktienmarkt.

Am Anleihemarkt ist nicht mehr viel zu holen im Moment, was Zinsen angeht und auch andere Assetklassen, wie etwa Rohstoffe, zeigen sich in Phasen der Rezession natürlich eher zurückhaltend. Ein Teil des Geldes fließt ins Gold, wie die Kursentwicklung ja auch eindrucksvoll beweist. Gold jedoch bietet keine Zinsen, weshalb an Aktien kein Weg vorbeiführt.

Kritiker wenden hier natürlich zurecht ein, dass der Aktienmarkt stark überbewertet ist. Und an historischen Maßstäben gemessen teile ich diese Einschätzung. Gleichzeitig mahne ich hier ausdrücklich zur Vorsicht, alleine wegen der extremen Zinssituation. Denn wir haben es mit historischen Maßnahmen der Zentralbanken zu tun, die weltweit zusammenarbeiten. Wer hier also auf fallende Märkte setzt, wettet gegen die geballte Macht der Zentralbanken. Und ich bezweifle, ob das aktuell eine sehr gute Idee ist…

Kurstreiber #3: Die kommende Entwicklung im zweiten Quartal bzw. Ausblicke der Unternehmen

Ein weiterer mächtiger Kurstreiber sind die Ausblicke der Unternehmen auf das zweite Quartal bzw. das verbleibende Wirtschaftsjahr und jenseits auf 2021. Hieran richten sich die meisten Wall Street Analysten zurzeit aus. 2020 hat man bereits abgeschrieben. An den Märkten wird die Zukunft gehandelt.

Zum negativen Kurstreiber dürfte dieser Faktor jedoch dann werden, wenn die aktuellen Entwicklungen darauf hindeuten, dass alles “schlimmer kommt als erwartet” oder sich die bisher angenommenen Ausblicke trüben. Hieraus könnte ein Korrekturpotenzial für den Spätsommer bzw. Herbst an den Märkten entstehen, dass wir nicht unterschätzen sollten.
Im Zweifelsfall könnte dieses, je nach Nachrichtenlage, auch schon früher vorweg-genommen werden. Auch die Präsidentschftswahl mit den typischen Wahlverspechen in den USA, die im November stattfinden wird, ist ein wichtiger kursbestimmender Faktor.

Daher bin ich der Meinung, dass etwa 20 bis 25 % Liquidität aktuell nicht schaden.

(Wie ich aktuell positioniert bin, sehen Sie übrigens in meinem Premium Börsenbrief, der auch speziell auf das Thema “Corona-Chancen” eingeht.

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Kurstreiber #4: Segmentierung am Aktienmarkt

Als vierten und letzten großen Kurstreiber möchte ich an dieser Stelle noch die Segmentierung am Aktienmarkt nennen. Grob gesagt zerfällt der Aktienmarkt in der aktuellen Situation in drei große Bereiche.

– Unternehmen, die von der Corona-Krise profitieren
– Unternehmen, die wenig bis gar nicht betroffen sind
– Unternehmen, die stark unter der Corona-Krise leiden

Daraus ergibt sich im aktuellen Umfeld umso mehr die große Notwendigkeit, unbedingt im richtigen Sektor platziert zu sein. Sie brauchen relative Stärke Ihrer Aktien gegen den Gesamtmarkt. Das ist eigentlich schon unter “normalen Umständen” der Fall, aber in der aktuellen Marktlage kann ich das gar nicht genug betonen.

Wenn Sie hier Inspiration benötigen, kann ich Ihnen nur einen Einblick in mein Depot empfehlen, das ich im Premium Börsenbrief betreue.

Dort finden Sie ein hilfreiches Spektrum an Titeln – insbesondere Aktien, die in der jetzigen Situation großes Potenzial bieten! Und dabei spreche ich nicht von bereits gut gelaufenen Titeln wie Amazon…

Ein kurzes Fazit

Für den ein oder anderen von Ihnen, waren sicherlich einige der hier genannten Faktoren nicht sonderlich neu. Doch meine jahrzehntelange Erfahrung an der Börse hat mir immer wieder gezeigt, wie schnell man gerade in unübersichtlicheren oder gar “Krisen-Zeiten” vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht.

Mein Tipp an Sie heute ist daher: Orientieren Sie sich an den vier oben genannten Faktoren und betrachten Sie den Rest der täglichen Meldungen gegen diese vier analytischen “Eckpfeiler”. Dann kommen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit langfristig sicher durch die aktuell schwierige Marktphase.
Denn die Frage “Rezessionsportfolio oder nicht” kann im Moment nicht seriös pauschal beantwortet werden. Das aktuelle Marktumfeld ist hoch differenziert von Einzelwert zu Einzelwert.

Und wenn Sie hierzu noch gut recherchierte Investment-Ideen möchten, um sich selbst das  tagelange Lesen von Geschäftsberichten zu sparen, dann nutzen Sie am besten noch heute meinen Premium Börsenbrief.

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Gerne helfe ich Ihnen dabei. Denn ich mache es mit meinem eigenen Geld ja nicht anders.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ihren Investitionen.


Ihr fairer Vermögensberater,

Klaus Buhl

P.S.
Im Moment steigen die Märkte noch. Doch selbst wenn es nochmal etwas nach unten geht…
Das ist nicht die erste hektische Phase mit turbulenten Märkten in meiner Karriere. Und die Erde hat sich stets weiter gedreht. Das wird sie auch dieses Mal.
Lassen Sie sich die vor uns liegenden Chancen nicht entgehen.

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