Ist die Zinsstrukturkurve ein Crash-Indikator?

Sparschwein EKKK

Liebe Anlegerinnen und Anleger,

seit Tagen dreht sich an der Börse fast alles um zwei Themen: die ominöse Zinsstrukturkurve und den erbitterten Handelsstreit.

Eine flache Zinsstrukturkurve gilt als wichtigster Indikator für eine zukünftige Rezession. Dabei nähern sich die Renditen kurz- und langfristiger Anleihen.

Die Zinsstrukturkurve verläuft in den USA seit einigen Tagen im Bereich zwischen 3 und 5 Jahren invers.
Von einer inversen Kurve spricht man, wenn die Renditen langfristiger Anleihen unter die mit kürzerer Laufzeit fallen.
Auch die Renditen für Laufzeiten von 2 und von 10 Jahren sind praktisch identisch, diese Zinskurve ist flach, aber nicht invers.

Die Zinsstrukturkurve ist also ein ernster Hinweis auf die abflauende Konjunktur und geringes Interesse der Wirtschaft, kurzfristige (Bank) Schulden aufzunehmen.
Üblicherweise verläuft die Zinskurve mehr oder weniger steil, da die Anleger für die größeren Risiken der längeren Laufzeit höhere Zinsen erwarten.
Der gesamte Investitionsprozess scheint ins Stocken zu geraten, da die Unternehmer wenig Interesse an weiteren Investitionen zeigen. Die Lethargie könnte sich aber noch verstärken, wenn die Banken wegen der steigenden Ausfallrisiken die Vergabe von Krediten reduzieren. Die Liquidität im Finanzmarkt würde sich verringern und für hoch verschuldete Wirtschaftssubjekte kämen ins Taumeln. Darüber habe ich übrigens hier schon geschrieben

Insgesamt können wir feststellen, dass die Finanzmärkte aktuell eine abnehmende Wirtschaftstätigkeit in den USA erwarten, was natürlich auch für den Rest der Welt Konsequenzen hätte.

Treffsicheres Alarmsignal?

Wegen des geringer werdenden Investitionsbedarfs und dem fehlenden Willen der Unternehmer zu investieren, ist eine flache Zinsstrukturkurve das bekannteste Warnsignal für eine Rezession und heraufziehende Turbulenzen an der Börse.

Die heutige Millionen- Dollar- Frage lautet entsprechend, ob auch diesmal die flache Zinsstrukturkurve ein- Crash Signal ist oder nicht?
Persönlich bin ich über die starke Reaktion der Aktionäre etwas überrascht, da die Zinskurve bereits seit 2 Jahren immer flacher wird. Dies ist nicht verwunderlich, da eine künstlich durch Steuergeschenke angefeuerte und leicht überhitzte Konjunktur sich irgendwann abkühlt.
Eine große Überraschung oder gar ein „schwarzen Schwan“ ist das wirklich nicht. Deswegen hätten die Marktteilnehmer eigentlich genug Zeit gehabt, sich darauf einzustellen. Daher ist es erstaunlich, dass die Konjunktursorgen jetzt so plötzlich aufflammen und der Herdentrieb so stark ist. Ich

Ebenfalls gehe ich davon aus, dass der Zinserhöhungspfad der FED bis auf etwa 3 % in den Aktien eingepreist sein sollte. Immerhin befindet sich die US -Wirtschaft in einem ungewöhnlich langen Aufschwung. Deshalb sollte eine vielleicht auch nur vorübergehende Abschwächung der Konjunktur keine echte Überraschung sein – meiner Meinung nach.
Vor allem, weil Investoren und Wirtschaftswissenschaftler auf der ganzen Welt den Verlauf der flacher werdenden Zinskurve kritisch beobachten. Grundsätzlich werden Ereignisse, die an der Börse seit Monaten diskutiert werden,  meist gelassen aufgenommen. Dies deutet darauf, dass sich die fallenden Kurse wie ein Buschfeuer demnächst von alleine „ausbrennen“ und die Marktteilnehmer den Blick wieder nach vorne richten.

Trotzdem sollten wir den Indikator „flache Zinsstrukturkurve“ nicht auf die leichte Schulter nehmen. Immerhin wurden entsprechend einer Meldung des „Handelsblatt“ alle Rezessionen seit 1975 von einer inversen Zinsstrukturkurve angekündigt. Umgekehrt gab es aber auch Phasen, in denen eine flache Zinskurve wieder steiler wurde, die Geschichte muss sich also nicht zwangsläufig wiederholen. Ein Argument dafür ist die gegenwärtige Manipulation der Rentenmärkte durch die Notenbanken.

Sogar die US-Notenbank FED höchst selbst misst der Zinsdifferenz zwischen zwei- und zehnjährigen Anleihen nur eine geringe Bedeutung zu.
Wichtig ist heute auch der gegenläufige Zinstrend in den USA und Europa. Während die FED die Zinsen mehrfach angehoben hat, wird die EZB damit höchstwahrscheinlich noch bis zum kommenden Sommer 2019 warten. Deswegen haben wir hier in Europa eine relativ steile Zinsstrukturkurve und entsprechend keinen Hinweis auf eine Rezession.

Es gibt auch einen positiven Effekt

Nachdem wir über die verschiedenen Risiken einer flachen Zinskurve gesprochen haben, sollten wir auch den Vorteil der sinkenden US-Zinsen am langen Ende darstellen.
Denn immerhin verliert der Aktienmarkt durch die sinkenden Renditen einen wichtigen Konkurrenten. Der Rentenmarkt wird dann weniger attraktiv und mehr Anleger liebäugeln wieder mit Investitionen in Aktien. Vor allem aber wird die relative Bewertung von Aktien über den Diskontierungsfaktor günstiger.
Es ist also nicht alles schlecht für Aktien, was wir in den vergangenen Tagen am Zinsmarkt erlebt haben.

Die folgende Grafik zeigt Ihnen exemplarisch den Verlauf der Rendite der zehnjährigen US- Anleihe als besonnen P & F Chart.

Rendite langfristig
Rendite 10 jährige US-Anleihe

Sehr gut erkennen Sie den starken Anstieg der Zinsen seit dem Sommer 2017. Damals etablierte sich die aufsteigende Trendgerade und die Rendite stieg von etwa 1,4 auf 3,2 % in diesem Herbst.
In den vergangenen Wochen hat sich die Situation beruhigt und die Rendite konsolidiert in einem Seitwärtstrend und fast exakt auf dem Jahreshoch 2013. Der kurzfristige Trend ist sogar leicht nach unten gerichtet (siehe 0-Achse ganz rechts) wodurch die Konjunkturangst ausgelöst wurde.
Eine derartige Explosion der Zinsen ist wirklich kein Pappenstiel und muss erstmal verarbeitet werden.
Vielleicht ist der ungewöhnlich dynamische Zinsanstieg auch ein Hinweis darauf, dass wir die jetzige Abflachung der Zinsstrukturkurve nicht überbewerten sollten.

Selbstverständlich waren die die jüngsten extrem schwachen Börsentage für uns alle nicht sehr angenehm. Trotzdem müssen wir uns ehrlich eingestehen, dass schwache Marktphasen leider zur Börse gehören und sogar eine wichtige Voraussetzung für den nächsten Kursanstieg sind. Nur durch fallende Kurse und Bewertungen bereinigt sich der Markt und zieht neue Anleger an.
Dies hat übrigens Altmeister Andre` Kostolany so ausgedrückt: „wer die Papiere nicht hat wenn sie fallen, hat sie auch nicht wenn sie steigen.

Hier können Sie sich informieren, wie ich im Premium Börsenbrief auf die schwierige Situation an den globalen Märkten reagieren werde. Übergeordnet tendiere ich nach wie vor zu meiner bereits geäußerten Meinung, dass wir jetzt eher Einstiegs-als Ausstiegsgelegenheiten sehen.
Ich vermute sogar, dass wir uns bereits in einigen Monaten verwundert die Augen reiben und uns fragen, warum wir im Dezember 2018 die günstige Gelegenheit nicht erkannt haben. Denn seien wir ehrlich, in den vergangenen Jahren war es doch immer so. Nur wenige und abgebrühte Investoren hatten den Mut, z.B. in den Jahren 2011, 2015 und im Winter 2016 zu investieren. Von den historischen Chancen des Jahres 2009 will ich hier gar nicht sprechen…

 

So reduzieren Sie Ihre Steuerlast 2018

Heute will ich mich erneut mit einem mit einem ganz besonderen Anliegen an Sie wenden. Vor allem natürlich, falls es Ihnen in den vergangenen Monaten gut ergangen ist und Sie durch meine wöchentlichen Informationen und den speziellen Blick auf den „Inneren Markt“ ein wenig profitieren konnten.

Wie schon in früheren Jahren will ich Ihnen eine gemeinnützige Stiftung vorstellen, für die ich mich selbstverständlich persönlich engagiere und die größere Aufmerksamkeit verdient.
Bei dieser Unterstützung geht es mir auch um etwas sehr persönliches, die Stiftung „Elterninitiative Krebskranker Kinder Sankt Augustin e.V.“.

Wie einige Leser vielleicht wissen, wird mein heute achtjähriger Sohn seit dem Sommer 2015 wegen eines sehr aggressiven und bösartigen Gehirntumors und dessen Folgen in der Kinderklinik Sankt Augustin nahe Bonn behandelt.
Bereits zu Beginn der intensiven Behandlung wurde mir schnell klar, wie wichtig für die kleinen Patienten eine wirklich kindgerechte Betreuung und Atmosphäre ist, die über die eigentliche medizinische Behandlung hinausgeht.
Denn gerade in den hochspezialisierten und meist streng nach wirtschaftlichen Kriterien geführten onkologischen Kliniken fehlt das „gewisse Extra“ um den kleinen Patienten die meist wochenlangen Behandlungsabschnitte im Krankenhaus zu erleichtern.

Häufig geht es hier um alltägliche Dinge, die eigentlich selbstverständlich sind, wie eine zusätzliche Nachtschwester.
Ein wichtiges Projekt der Stiftung ist z.B. ein sehr schöner Spielbereich incl. der professionellen Betreuung durch gelernte Erzieherinnen. Dieser ist so konzipiert, dass die Kinder, die wegen der Keimgefahr grundsätzlich nicht das Krankenzimmer verlassen und auch nur möglichst wenig Besuch empfangen dürfen, ihn direkt von der Station aus erreichen können.
Dort können die Kinder unter Anleitung von zwei von der Stiftung finanzierten Erzieherinnen und einer halbtags tätigen Psychologin spielen, basteln, malen, kochen und sich sogar musikalisch betätigen. Aber auch ein „virtuelles Klassenzimmer“ wurde eingerichtet, damit die Kinder während der meist sehr langen Behandlungszeit nicht vollkommen auf den Schulunterricht verzichten müssen.
Sogar für die Geschwisterkinder, die natürlich auch eine belastende Zeit durchmachen. wird mit einigen Angeboten und Ausflügen gesorgt, damit diese sich nicht zu sehr vernachlässigt fühlen.

Diese vielfältigen Unterstützungen für die kleinen Onko-Kinder, die ja leider fast immer sehr langwierig behandelt werden, können natürlich nur mit großzügigen Spenden fortgeführt werden. Genau darum will ich Sie hiermit bitten.
Natürlich werden Ihre Zuwendungen absolut effizient und seriös eingesetzt.

Die Elterninitiative ist vom Finanzamt als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.
Daher können Sie Ihre Spenden auch steuerlich geltend machen. Sie erhalten über mich eine steuerabzugsfähige Bestätigung über Ihre Zuwendung, falls gewünscht.

Mit einer Spende für die Elterninitiative krebskranker Kinder würden Sie mir eine große Freude machen. Hier habe ich für Sie einen Flyer hinterlegt.
Hier ist die Bankverbindung bei der Kreissparkasse Köln

Spendenkonto

Kreissparkasse Köln

IBAN DE56 3705 0299 0016 0007 19

BIC COKSDE33XXX

Hier habe ich für Sie einen Flyer der Initiative hinterlegt

 

Vielen Dank im Voraus für Ihre Großzügigkeit

Nun wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben einen besinnlichen zweiten Advent und viel Erfolg an der Börse in den letzten Wochen des Jahres 2018.

Ihr Klaus Buhl

PS: hier geht es zum Premium Brief und den aktuellen Signalen des inneren Marktes

 

 

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