Zusammenhang Inflation und Rohstoffe

Liebe Investoren,

die empfindliche Konsolidierung an den wichtigsten Aktienmärkten seit Anfang Februar des Jahres ist unter anderem der global steigenden Inflation geschuldet. Immerhin liegt eine jahrelange extrem expansive Geldpolitik hinter uns, in der es die Notenbanken kaum geschafft haben, die Wirtschaft zu stimulieren.
Seitdem sich aber die Konjunktur im nördlichen Europa und den USA fast bis an die Kapazitätsgrenze verbessert hat, wächst die Sorge vor einer unkontrolliert steigenden Inflation und die Kritik an der unkonventionellen Notenbankpolitik nimmt zu.
Bisher ist die Entwicklung mit Steigerungsraten von etwa 2 % in den wichtigsten wirtschaftlichen Regionen nicht dramatisch. Dahinter steckt aber die Befürchtung der Anleger, dass die Notenbanken die von Ihnen durchaus gewünschte Inflationierung nicht mehr in den Griff bekommen, sobald sich dieser Zug richtig in Bewegung setzt. Dies wiederum würde die Befürchtung vor weiterer Zinsstraffung und einem Abwürgen der Konjunktur beschleunigen und die Investoren massiv verunsichern. Eine empfindliche Korrektur der Aktienmärkte oder gar eine Rezession inklusive Bärenmarkt wären dann sehr wahrscheinlich.
Insofern ist es kein Wunder, dass die Anleger nach Anlageklassen und Sektoren suchen, die einen Schutz vor Inflation bieten, d.h. deren erwartete Rendite höher als die zukünftige Inflationsrate ist.
Traditionell gelten Investitionen in Rohstoffe neben Edelmetallen als guter Schutz vor Inflation.
In der Tat haben sich in den vergangenen etwa 40 Jahren die Rohstoffe besonders gut und sogar besser als die übrigen Sektoren entwickelt, wenn die Inflation stieg.
Sehr deutlich war dies in den siebziger und achtziger Jahren, als bei steigender Inflation die Preise für Öl und andere Rohstoffe schneller als das allgemeine Preisniveau anzogen.
Aber auch die vergangenen etwa 7 Jahre mit sinkenden Inflationsraten und schwachen Rohstoffpreisen signalisierten die hohe Korrelation.

Sind Rohstoffe jetzt ein Mittel der Diversifikation?

Die heutige wichtige Frage lautet, ob wir mit Rohstoffen und rohstoffbasierten Investitionen die Inflation ausgleichen können – auch falls sich der Aufwärtstrend bei Aktien abschwächen sollte? Dies wiederum wäre natürlich ein starker Hinweis für auf eine schwächere konjunkturelle Entwicklung.
Fraglich ist insbesondere, ob sich die Preise für Rohstoffe gegen einen Abschwung der Konjunktur behaupten können, da diese in erster Linie von Angebot und Nachfrage gelenkt werden?
Dieses Problem ist umso dringlicher, da die Zinsstrukturkurve (die Höhe der Rendite für kurz-, mittel- und langfristige Anleihen) bereits heute sehr flach ist, was mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine sich bald abschwächende Konjunktur deutet.
Falls es aber möglich ist, mit Rohstoffen die steigende Inflation aufzufangen, dann wären diese eine sehr interessante Diversifikation für Ihr Portfolio – jedenfalls wären sie es in der Vergangenheit gewesen.
Betonen will ich hier allerdings, dass Sie dafür einen sehr langen Atem und viel Zeit gebraucht hätten – vielleicht sogar mehr Zeit und Geduld, als die allermeisten Anleger haben.
Da es nicht mein Geschäft ist die Zukunft vorherzusagen, sondern Ihnen ein Bild über die Gegenwart zu vermitteln, zeige ich Ihnen hier Verlauf eines der wichtigsten Indizes für Rohstoffe. Dieser Index wurde ursprünglich von Goldman Sachs zusammengestellt und erstmals aufgelegt. Heute umfasst er ein großes Spektrum der wichtigsten Rohstoffe und genießt große Aufmerksamkeit in den Medien.

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Rohstoffe steigen wieder
Entwicklung der Rohstoffpreise

 

 

 

 

 

 

 

Sehr deutlich sehen Sie im linken Bereich der Grafik wie die Rohstoffpreise auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2008 förmlich zusammenbrachen.
Damals fürchteten sich die Investoren nicht nur vor einem regelrechten System -Crash, sondern auch vor einer Deflation, also vor fallenden Preisen.
Sehr interessant ist, dass die Rohstoffpreise an der starken Erholung der Konjunktur zwischen 2009 und 2011 kaum teilhatten.
Zu gering war die Angst der Investoren vor Inflation, obwohl die Notenbanken immer aggressiver Anleihen aufkauften und ihre ohnehin expansive Geldpolitik weiter verschärften.

Nach mehrjähriger Seitwärtsbewegung geriet der Rohstoffsektor im Sommer 2014, angeführt vom schwachen Ölpreis, sehr stark unter Druck. Erst im Winter 2016 leitete der Index bei etwa 13 Punkten eine Bodenbildung ein.
Aktuell befinden wir uns seit dem vergangenen September (Ziffer 9 ganz rechts) in einer dynamischen und positiven X- Spalte, die zwei Kaufsignale bei jeweils 15,5 und 16 Punkten bildete. Aus irgendwelchen Gründen ist die Nachfrage nach Rohstoffen stärker als in den vergangenen beiden Jahren und hat wieder das Niveau vom Sommer 2015 erreicht. Nun gilt es, das Zwischenhoch aus dem Herbst 2016 zu überbieten. Falls dies gelingen sollte, wäre der Weg nach oben hin frei bis an die fallende negative Widerstandsgerade bei dann etwa 22 Punkten. Sollten die Bullen auch diese Hürde nehmen, sind die Kurse von etwa 40 Punkten denkbar, vom heutigen Niveau aus betrachtet ein kaum vorstellbares Potenzial, was ich aber für vollkommen realistisch halte.
Bitte behalten Sie diese Entwicklung also gut im Blick. Es ist nämlich kein Zufall, dass sich Aktien aus dem Energiesektor, Öl und Gas und aus dem Öl-Service-Bereich genau jetzt schnell nach oben bewegen und konsequent an relativer Stärke zulegen. Aus diesem Grund habe ich betreffende Positionen im Premium Börsenbrief und in der Vermögensverwaltung aufgebaut, wo ich in erster Linie in die internationalen Top-Firmen investiere. Meiner Meinung nach ist die Entwicklung noch in einem frühen Stadium und es ist noch nicht zu spät zum Einstieg in den Sektor.

Hier können Sie sich darüber informieren, wie ich die jüngst aufgebaute Liquidität einsetze.

Erdöl: wichtigster Treiber der Rohstoffe

Obwohl das Erdöl im Energiemix wegen der größeren Bedeutung der alternativen Energien an Bedeutung verlieren sollte, vermittelt die folgende Grafik seit geraumer Zeit einen ganz anderen Eindruck.
Hier sehen Sie den Verlauf von Erdöl der Sorte Brent in den vergangenen 5 Jahren, diesmal zu Ihrer Entspannung als üblichen Kerzenchart.

Erdöl bricht aus jahrelanger Seitwärtsbewegung aus

Da Erdöl ein starkes Gewicht im oben gezeigten Rohstoffindex hat, ist es natürlich kein Wunder, dass wir auch hier einen regelrechten Sell-Off im Winter 2016 erkennen.
Preise unterhalb von etwa 40 US-Dollar wurden vom Markt sehr schnell und eindeutig als Übertreibung abgelehnt und der Kurs pendelte sich in einem mehrjährigen Seitwärtstrend zwischen etwa 45 und 67 USD ein. Dieser wurde jedoch kürzlich nach oben hin verlassen.
a der Preis für Brent mehr als 3 Jahre seitwärts pendelte und sich aus korrigierte, müssen wir nun mit einer außerordentlich starken Preisbewegung bis etwa 95 USD rechnen. Darauf deutet jedenfalls die Breite des jüngst verlassenen Rechtecks, die ein guter Indikator für den weiteren Kursverlauf ist.
Für den zukünftigen „Punch“ der Bullen sprechen auch die wenigen markanten Widerstände der jüngeren Vergangenheit.
Positiv ist auch der steigende 50-Wochen-Durchschnitt. Diesbezüglich zeigt der Trend wieder nach oben.
Genau umgekehrt verhält es sich jedoch mit dem lang-fristigen 200- Wochen- Durchschnitt, der nach unten zeigt. Sehr vorsichtige Anleger orientieren sich eher am langfristigen Durchschnitt, verpassen dann aber natürlich auch im Erfolgsfall einen guten Teil der Kurserholung.
Ich empfehle regelmäßig, auf einen Mix aus Wahrscheinlichkeiten und Indikatoren zu setzen und mich nicht sklavisch an einem zugegebenermaßen willkürlichen Durchschnittswert der Vergangenheit zu fesseln.
Uneingeschränkt positiv ist die Markttechnik, die sich weiterhin verbessert und dabei noch nicht einmal überhitzt ist.
Einer Rückkehr des Ölpreises bis etwa 95 USD steht nicht viel im Weg. Vielleicht erleben wir sogar die starke Anziehungskraft der magischen Marke von 100 $.

Auch der steigende Ölpreis deutet darauf, dass Engagements in attraktive Öl-und Energieaktien nach wie vor zu empfehlen sind. Die Zunahme der Relativen Stärke der rohstoffbasierten Sektoren und die relative Stärke einiger Top Aktien deutet darauf, dass die großen und meist gut informierten Anleger weiterhin Kapital in Ölaktien lenken. Dies ist natürlich keine Garantie für die Zukunft, aber ein wichtiger Hinweis. Nur wenn Sie sich ein möglichst genaues Bild der Gegenwart verschaffen, sind Sie in der Lage sich für die Zukunft zu positionieren.
Denn wie gesagt, in den allermeisten Fällen ist es kein Zufall, wohin die großen Anleger ihr Kapital lenken.
Hier können Sie sich informieren, wie ich im Premium Börsenbrief und in der Anlageberatung darauf reagiere.

Nun wünsche ich Ihnen einen fröhlichen und sonnigen Sonntag und natürlich weiterhin viel Erfolg mit ihren Investitionen.

Ihr fairer Berater Klaus Buhl

PS. Hier können Sie sich über den Premium-Brief und die Investition in Top-Aktien informieren

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