Wie geht es bei der Wirecard-Aktie weiter?

Liebe Anlegerinnen und Anleger,

leider weiß ich ja nicht wie es Ihnen geht, aber ich bin doch sehr erleichtert darüber,  dass wir die nervige Werbung, den ganzen Hype und das Gedöns rund um den „Black Friday“ endlich nicht mehr hören und sehen müssen.
Ich kam mir schon richtig schlecht und altmodisch vor, da ich mir vorgenommen hatte, an diesem Tag nichts außergewöhnliches zu konsumieren und zu kaufen – so groß war der Wirbel in den Medien.
Trotzdem habe ich dann auf dem Weg nach Frankfurt, wohin ich einmal die Woche mit meinem Sohn im Rahmen dessen Behandlung fahren muss, wenigstens zwei Laugenbrezeln für je 70 Cent gekauft. Und dann auf dem Rückweg sogar noch eine Portion Pommes Frittes, um die Stimmung zu verbessern und für den Fall, dass es daheim Grünkernbratlinge zum Abendbrot geben würde (gab es dann aber doch nicht).

Nun mal ganz im Ernst, so nervig die Rabattschlachten der vergangenen Tage auch waren, an der Börse wurden sie noch überboten. Z.B. beim crashartigen Einbruch von Erdöl oder bei einigen kürzlich noch gehypten Aktien wie Wirecard oder dem US-Pendant Square.

Bei Wirecard wurde der Kursrutsch sicherlich vom Schwächeanfall der US-Techwerte ausgelöst. Immerhin sind die Bewertungen vieler Wachstumsaktien auf beiden Seiten des Atlantiks mittlerweile mindestens ambitioniert.
Bei Wirecard kam aber noch die harsche Kritik des US-Brokers Merrill Lynch dazu, der schnöde das Kursziel der Aktie von 190 auf 150 € senkte und sich damit übrigens diametral gegen die Kollegen von Goldman Sachs stellte, die dem Papier ein Kursziel von 250 € zutrauen.
Da wundert sich der Laie und fragt sich, wie denn so etwas möglich sei?
Hintergrund sind wieder einmal Befürchtungen und Überlegungen, ob das Wachstum des Zahlungsabwicklers überhaupt nachhaltig ist. Denn immerhin gibt es Kritiker im Markt die überlegen, aus welchen Quellen sich das Wachstum überhaupt speist.
Laut den Analysten von www.finanz-szene.de gibt es überraschend wenig deutsche Top-Händler, die mit Wirecard zusammenarbeiten. Im Grunde genommen wundert sich Merril Lynch darüber, dass Wirecard zwar einerseits sehr hohe Umsätze in Deutschland macht, andererseits in der Heimat aber kein Platzhirsch zu sein scheint.
Konkret würden nämlich nur 5 % der 100 größten deutschen Händler die Plattform von Wirecard nutzen.
Dies ist natürlich starker Tobak der das Potenzial hat, das Vertrauen in die Firma und ihr Zahlenwerk zu zerstören sowie die Aktie auf Talfahrt zu schicken. Genau dies ist in den vergangenen Tagen bei Wirecard geschehen – wobei wir leider doch wieder beim nervigen „Black Friday“ angekommen wären, dafür die Aktie mit hohem Rabatt erwerben können. Immerhin hat die Firma nämlich etwa 1 Milliarde ihrer Markt-kapitalisierung verloren, was tiefe Bremsspuren im Chart hinterlassen hat.

Wirecard: Aufwärtstrend verteidigt

Die folgende Grafik zeigt Ihnen den Kursverlauf der vergangenen 5 Jahre als Wochen-Chart.

Wirecard Wochenchart
Wirecard Wochenchart

 

 

So schnell kann die Stimmung an der Börse kippen und von „Himmelhochjauchzend auf Manisch- depressiv drehen. Als kleinen Trost können die Bullen für sich reklamieren, dass sie sowohl den gleitenden 200- als auch den 50-Wochen-Durch-schnitt verteidigen konnten.
Ebenfalls den von mir in roter Farbe grob skizzierten langfristigen Aufwärtstrend. Im Ernstfall befindet sich eine weitere gute Unterstützung in der Region des Zwischenhochs vom Jahresende 2017.
Nach wie vor besteht also die Hoffnung, dass aus der Aktie einfach nur eine Menge heißer Luft abgelassen wurde – und zwar genau die Menge, die in den vergangenen 12 Monaten viel zu hastig in sie hineingepumpt wurde.
Möglicherweise haben wir also eine ganz normale Übertreibungsphase erlebt, die jetzt wieder korrigiert wird. Dies wäre überhaupt kein Beinbruch, sondern ein vollkommen normales reinigendes Gewitter, ohne das es an der Börse keinen gesunden Aufwärts-trend geben kann.
In den Worten von Altmeister Kostolany ist der Hund lediglich etwas zu weit voraus gelaufen und wird jetzt wieder vom Herrchen eingeholt.
Übrigens war ich im Premium Börsenbrief bei Wirecard vom März 2017 bis September 2018 mit meinen Lesern sehr erfolgreich investiert. Eingestiegen sind wir gemeinsam bei 48,65 und ausgestiegen bei ca. 189 €, also in unmittelbarer Nähe des Allzeithochs.
Hier können Sie sich informieren, wie ich jetzt weiter agieren werde. Wir haben nach wie vor noch eine Menge Liquidität, die ich jetzt sukzessive wieder in aussichtsreiche Aktien investieren werde. Denn nach wie vor bin ich vorsichtig optimistisch, da die wichtigsten Indikatoren des inneren Marktes, die grundsätzlich den bekannten Indizes vorauslaufen, eine baldige Verbesserung der Verfassung an den globalen Börsen signalisieren.

Übrigens deuten auch bedeutende Investitionen von Insidern auf einen nach wie vor intakten Wachstumskurs bei Wirecard. Wie Sie sich denken können, gibt es für den Kauf einer Aktie durch Insider nur einen einzigen Grund: die Aktie ist günstig.
Daher ist natürlich die Meldung umso interessanter, dass Vorstandschef Markus Braun vor wenigen Tagen für mehr als 1 Million Euro Aktien nachgekauft und seinen ohnehin substanziellen Anteil an der Firma entsprechend erhöht hat.

Wie gesagt, für den Verkauf einer Aktie durch Insider gibt es mehrere Gründe, z.B. Diversifikation des Vermögens, Abbau von Schulden etc., für den Kauf aber nur einen einzigen logischen Grund.

Viel Erfolg mit ihren Investitionen und herzliche Grüße von Ihrem fairen Berater Klaus Buhl.

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