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Wichtige positive Divergenz bei den Transportaktien

Wichtige positive Divergenz bei den Transportaktien

Obwohl es von außen betrachtet gar nicht so aussieht, wird es nun wieder spannend. Übergeordnet deutet der wichtigste Risikoindikator des inneren Marktes darauf, dass der Markt vom Angebot gelenkt wird. Kurzfristig gewinnen die Bullen systematisch an Boden zurück und es bilden sich im wichtigen Transportsektor positive Divergenzen. Möglicherweise wird der Sommer weniger turbulent als von vielen erwartet und die Tiefs der vergangenen Wochen waren vielleicht übertrieben.

Liebe Anlegerinnen und Anleger,

nun liegt also mit der Sitzung der US-Notenbank FED das vermeintlich wichtigste Ereignis der Handelswoche hinter uns – und die Stimmung der Akteure an den wichtigsten Börsen fühlt sich unverändert an. Das beliebte Rätselraten, ob die FED nun wirklich im September die Zinsen anhebt oder eben auch nicht, geht in eine neue Runde. Die Wortwahl während der Pressekonferenz der FED blieb praktisch unverändert (im Vergleich zur vorigen Sitzung) und der Notenbank bleibt nur die Wahl zwischen den beiden ungeliebten Alternativen, die Konjunktur abzuwürgen oder eine anziehende Inflation zu riskieren. Davon einmal abgesehen besteht natürlich auch kein Interesse daran, eine Blase an den Gütermärkten aufzupumpen.

Obwohl die Situation für die Notenbanken unangenehm ist, könnte sich daraus für uns Anleger die große Chance ableiten, dass wir uns, falls sich die Wirtschaft weiter moderat erholt, auch in den kommenden Monaten in einem für Aktien fast idealen Umfeld bewegen. Verdächtig und gefährlich für den Aufwärtstrend ist dabei nur, dass zu viele Analysten und Investoren diese oder eine sehr ähnliche Meinung vertreten – und bekanntlich die Mehrheit an der Börse nur selten richtig liegt.

Auch in der gegenwärtigen Situation könnte es sich daher lohnen, sehr genau darauf zu achten, ob die Erwartungen der Anleger zu den Nachrichten passen, die derzeit auf die Märkte einprasseln. Denn immerhin sind in den heutigen Kursen alle bekannten relevanten Nachrichten enthalten. Nur überraschende neue Nachrichten sind in der Lage, die Erwartungen der Investoren grundsätzlich zu ändern. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass während der Griechenlandkrise kaum jemand auf die Situation in China blickte, obwohl eine dortige etwaige Finanzkrise viel größere Auswirkungen auf die globale Wirtschaft hätte als das wirtschaftlich eher unbedeutende Griechenland.

Denn falls China wirklich in eine Finanzkrise schlittern sollte (wovon ich überhaupt nicht ausgehe) und sich das Wachstum noch weiter abkühlt, bekommt die deutsche Exportindustrie mindestens einen Husten. Die gestrige Revision der Absatzzahlen von VW ist dafür das erste Anzeichen. Immerhin erwirtschaftet VW 60 % seines Gewinnes nach Steuern in China. Kein Wunder, dass sich die Anleger schon seit Wochen um das chinesische Wachstum sorgen.

Insofern ist es auch kein Zufall, dass der US- Transportsektor, auf dessen Schwäche ich hier mehrfach hingewiesen habe, sich stark divergent zu den übergeordneten US- Indizes entwickelt hat. Immerhin ist der Transport von Rohstoffen, Halbzeugen und fertigen Waren eine der wirtschaftlichen Entwicklung vorauseilende Tätigkeit. Auch diesmal wäre es hilfreich gewesen, die Warnung der schwachen Transportaktien in den vergangenen Wochen nicht zu überhören.

Die wichtigen Transportaktien deuten auf eine Wende

Obwohl die wichtigsten- US Indizes trotz der Erholung der vergangenen Tage noch keine entscheidende Verbesserung zeigen, ergibt sich vollkommen konträr dazu erneut eine interessante Konstellation im wichtigen Transportsektor. Ähnlich wie im vergangenen Winter, diesmal nur mit umgekehrten Vorzeichen, scheint sich eine Wende bei den Transportaktien abzuzeichnen. Da auch wichtige zyklische und objektive Kriterien darauf hindeuten, dass die breite US- Börse stark überverkauft ist, könnte sich hier mindestens eine interessante Gelegenheit für die kurzfristigen Akteure anbieten – vielleicht aber auch mehr.

Zunächst einmal zeigt der folgende Chart der Transportaktien, dass übergeordnet die Verkäufer nach wie vor im Vorteil sind, da die wichtige 200- Tage- Linie leicht nach unten geneigt ist und von der 50- Tage- Linie unterschritten wurde.

Transportindex
Transportindex

Der mittelfristige Trend auf Basis von Wochen bis wenigen Monaten zeigt also eher nach unten. Aber trotzdem scheint im Zusammenhang mit der Vorlage der Halbjahreszahlen wichtiger Indexmitglieder ein Umdenken einzusetzen. Anscheinend wurden hier noch größere Bremsspuren infolge des geringeren Transportvolumens von Kohle und Rohstoffen erwartet. Vielleicht setzen frühe Anleger bereits auf ein wichtiges zyklisches Tief bei den Rohstoffpreisen- und Mengen und auf eine steigende Auslastung des Transportwesens.

Möglicherweise erkennen die hart gesottenen Anleger die Chance auf einen günstigen Einstieg oder die Verstärkung von Positionen. Jedenfalls deuten die beiden sehr dynamischen und positiven weißen Kerzen im Chart auf ein Umdenken der Anleger, welches den gesamten Markt positiv beeinflussen könnte. Interessant ist auch, dass der Index mittlerweile wieder oberhalb der 50- Tage- Linie notiert, entgegen deren Verlauf viele große Anleger nur ungern handeln. Ebenfalls schlägt sich der Stimmungswandel bereits in der Markttechnik wider, was die wichtigen Kaufsignale im MACD und RSI zeigen.

Nun kommt es für uns Anleger darauf an, die Entwicklung des wichtigen Transportsektors aufmerksam zu beobachten um zu erkennen, ob hier eine wichtige Weichenstellung in Richtung einer deutlichen Erholung des breiten Marktes und der anderem Sektoren gelegt wird.

DAX noch unterhalb wichtiger Widerstände  

Trotz der Stabilisierung der vergangenen Tage ist der DAX noch längst nicht „über den Berg“. Nach wie vor hängen wir im seit dem Frühjahr etablierten mittelfristigen Abwärtstrend. Diesen spiegelt auch die Markttechnik wider, hier der nach unten zeigende MACD.

DAX 30  Kalenderwoche 31
DAX 30 Kalenderwoche 31

Quelle: tradesignalonline.com

Konstruktiv aus Sicht der Anleger ist aber, dass wir nach wie vor oberhalb der leicht ansteigenden 200- Tage- Linie notieren. Der übergeordnete Trend zeigt also nach oben. Ebenfalls haben wir in der vergangenen Woche die offene Kurslücke oberhalb von 11.200 Punkten geschlossen und diese als Unterstützung bestätigt. Es erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein sehr kurzfristiger Aufwärtstrend etabliert wird. Dieser würde verstärkt, wenn der Index möglichst bald von unten den doppelten Widerstand bei 11.300 auflösen würde, wo die 20- und die 50- Tage-Linie aufeinander treffen.

Weitere Einzelheiten zum inneren Markt können Sie hier in meinem Gratis-E-Book erfahren.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit ihren Positionen und sommerliche Grüße aus dem Rheinland,

Ihr Klaus Buhl

Klaus Buhl

Klaus Buhl

Mein Name ist Klaus Buhl und ich habe das Investmentgeschäft „von der Pike auf“ gelernt. Vor einigen Jahren wurde mir klar, dass „die Märkte“ nicht so funktionieren wie es uns die Finanzindustrie und die Massenmedien vorgaukeln. Mir wurde klar, daß die allermeisten Kunden mehr als nur eine clevere Strategie und guten Service erwarten neben Fairness und Loyalität - echte Unabhängigkeit sowie vollständige Transparenz der Produkte und Kosten. Deshalb habe ich vor einigen Jahren meine eigene GmbH gegründet und veröffentliche wöchentlich meinen Gratis Börsenbrief

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