Wachstumsaktien und Psychologie

In diesen Tagen und nach den extremen Kursschwankungen an den globalen Börsen ist es mal wieder an der Zeit, etwas über die Börse und die Psyche der Menschen zu lernen.

Auch wenn es schmerzhaft ist, genau jetzt gilt es sich an der eigenen Nase zu fassen und sein Investitionsverhalten der letzten Monate zu reflektieren.

Ganz konkret: wie konnten wir uns von der allgemeinen Euphorie mitreißen lassen und Aktien kaufen, bei denen der Umsatz (nicht der Gewinn) mit dem Faktor 30, 40 oder gar 50 an der Börse bewertet wird? Auch als solider ETF-Sparer war man bei solchen Werten mit an Bord.

Die Motivation für die Investition in nach klassischen Kriterien teure Aktien ist natürlich schnell erzählt. Wir wissen alle, dass Digitalisierung, Onlinehandel, die Cloud und Künstliche Intelligenz Megatrends sind, die unser Leben auf den Kopf stellen.

Angesichts der Wachstumsaktien, bei denen gerade ordentlich Luft abgelassen wird, denke ich spontan an die Beschreibung des legendären Investors Andre` Kostolany. Der hat die einzelnen Börsenphasen als einen Spaziergang von Hund und Herrchen beschrieben, bei denen mal der eine und dann wieder der andere vorauseilt.

Dazwischen laufen sie ein kurzes Stück gemeinsam. Damit sind die Börsenphasen gemeint, in denen die Bewertungen an der Börse einigermaßen angemessen sind. Meistens jedoch läuft mal der Hund und dann wieder das Herrchen voraus.

Oder anders ausgedrückt: sehr oft spielt uns die Psyche einen Streich und getrieben von Angst und Gier treiben wir die Kurse zu weit nach oben oder unten und merken es immer erst hinterher.

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Davon können sich nur wenige Anleger befreien. Meist werden die Bilanzen und Geschäftsaussichten einer vermeintlich tollen Firma erst kritisch analysiert, wenn eine mehr oder weniger große Blase geplatzt ist.

Wie es Euch in den vergangenen Tagen ergangen?

Mit herzlichen Grüßen vom fairen Anlageexperten

Euer Klaus

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