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Tech-Aktien: Zeit, Gewinne mitzunehmen?

Liebe Anlegerinnen und Anleger,

sicher kennen Sie das? Es gibt Aktien, die liefern derart phänomänale Gewinne, so dass man dort gar nicht mehr aussteigen möchte.

So manche Tech-Aktie, allen voran Nvidia, dürften derzeit in diese Kategorie fallen. Doch auch die schönste Party nähert sich einmal dem Ende.

Und wer an den Märkten nicht pünktlich die Gewinne einstreicht, verliert diese oftmals genau dann, wenn alle zum sprichwörtlichen Ausgang stürmen.

Wir werfen daher heute einmal einen Blick darauf, wie Sie in der Frage, wann es Zeit ist, Gewinne mitzunehmen, zu einem vernünftigen Ergebnis kommen können.

Ich denke, wir alle kennen die Weisheit, dass man dann aufhören sollte, wenn es am schönsten ist. NIcht immer ist diese leicht zu befolgen. Denn wer beendet gerne etwas, wenn man gerade besonders viel Freude daran hat?

An den Finanzmärkten kommt hier natürlich noch das “Risiko” dazu, Gewinne zu verpassen und diese nicht “laufen zu lassen”, wenn Sie zu früh aus einem ertragreichen Investment aussteigen. Doch wenn Sie zu lange in einer Position bleiben und Ihre Gewinne wieder verlieren, haben Sie natürlich auch nichts gewonnen.

Woran erkennen Sie also, wann der richtige Zeitpunkt für einen Ausstieg ist?

Tech-Aktien: Ist es Zeit, die Gewinne mitzunehmen?


Diese Frage dürfte sich aktuell besonders Anlegern stellen, die Positionen in Rekordtiteln wie Nvidia halten und satt im Gewinn liegen. Denn inzwischen sind hier die Kurse in extrem luftige Höhen gestiegen.

Natürlich könnten Sie hier jetzt fundamental argumentieren und auf Überbewertungen und objektive Daten setzen. Doch in Übertreibungsphasen wird ein solcher Ansatz selten dem Ziel gerecht, möglichst viel des Anstiegs mitzunehmen. Vielmehr macht es oftmals Sinn, das Problem massenpsychologisch zu betrachten.

Und hierbei spielt eine Komponente eine ganz besonders wichtige Rolle. Denn in Endphasen eines Hypes sehen wir oft etwas, was im Börsenjargon als FOMO bezeichnet wird.

Was ist FOMO?

FOMO, kurz für “Fear of Missing Out”, beschreibt die Angst, eine wichtige Gelegenheit zu verpassen. Beim Investieren an den Finanzmärkten bedeutet FOMO die Befürchtung, von potenziellen Gewinnen ausgeschlossen zu werden, wenn man nicht (schnell) genug handelt.
Diese Emotion kann Investoren dazu verleiten, übereilte und oft unüberlegte Entscheidungen zu treffen, wie etwa das Kaufen von Aktien auf ihren Höchstständen oder das Vernachlässigen einer gründlichen Analyse und Risikobewertung.

Marktphasen, in denen FOMO auftritt

FOMO tritt besonders in bestimmten Marktphasen auf:

  1. Bullenmärkte: In Phasen eines starken und anhaltenden Aufwärtstrends ist FOMO weit verbreitet. Wenn die Preise kontinuierlich steigen, verspüren viele Investoren den Druck, schnell einzusteigen, bevor die Preise noch weiter klettern. Diese Phase ist durch Optimismus und eine positive Stimmung am Markt gekennzeichnet.
  2. Hypes und Spekulationsblasen: FOMO ist besonders ausgeprägt während spekulativer Blasen. Beispiele dafür sind die Dotcom-Blase am Ende der 1999er Jahre oder die Bitcoin-Rallye Ende 2017. In solchen Zeiten schießen die Preise in die Höhe und die Angst, nicht rechtzeitig investiert zu haben, treibt immer mehr Anleger in den Markt. Dies führt oft zu grotesk überhöhten Bewertungen und letztlich zum Platzen der Blase.
  3. Nachrichtengebundene Bewegungen: Auch bedeutende Nachrichten können FOMO auslösen. Dies können Quartalsberichte, regulatorische Änderungen oder geopolitische Ereignisse sein, die eine schnelle Reaktion der Märkte hervorrufen. Positive Nachrichten erzeugen oft eine Kaufwelle, da Investoren schnell handeln wollen, um von den neuen Entwicklungen zu profitieren.

Auswirkungen von FOMO

Die Auswirkungen von FOMO können erheblich sein. Investoren, die von FOMO getrieben werden, neigen dazu, emotionale und impulsive Entscheidungen zu treffen. Dies führt häufig zu Fehlkäufen und Verlusten, da die Investitionen nicht auf fundierten Analysen basieren. Zudem wird das Risikomanagement oft vernachlässigt, was die Wahrscheinlichkeit von Verlusten weiter erhöht.

 

Die aktuelle Situation bei vielen Tech-Aktien weist deutliche Spuren von FOMO auf

Der besondere Status, den Tech-Aktien aktuell für viele Anleger haben, zeigt sich sehr deutlich in deren abgekoppelter Performance-Entwicklung. Während die breiten Märkte seit Wochen sichtbar korrigieren, verbleibt eine Hand voll Aktien, welche die großen Indizes noch am Klettern hält. Dementsprechend konzentriert sich zunehmend Kapital auf diese Werte, was dazu führt, dass inzwischen etwa fünf Aktien die Performance des NASDAQ 100-Index treiben.
Und trotzdem drängt weiterhin Anlegerkapital hinein, da niemand etwas “verpassen” möchte.

Doch der Moment kommt immer näher, an dem sich viele Anleger fragen werden: “Ist es das Risiko wert, die letzten Prozentpunkte noch rauszukitzeln?” Und je mehr auf diese Weise skeptisch werden, desto höher wird die Anzahl der Gewinnmitnahmen, was früher oder später das Pendel in die andere Richtung schwingen und die einstigen “ewig steigenden” Werte korrigieren lässt.

Wann das sein wird, kann bei Übertreibungen niemand seriös prognostizieren. Wir haben es hier mit einem massenpsychologisch getriebenen Phänomen zu tun. Bewertungen  spielen dann nur noch eine sekundäre Rolle und Glaubenssätze und Narrative dominieren.
Meiner Meinung nach sehen wir einige deutliche Anzeichen für eine “FOMO-Situation” in einigen Tech-Werten. Ob eine Blase vorliegt und wann genau diese platzen wird, können wir ohne Glaskugel natürlich erst hinterher sagen.

Der folgende Chart von NVIDA erinnert mich aber sehr an eine Fahnenstange, die demnächst in eine Korrektur übergehen wird.

 

NVIDIA hebt ab: wie lange geht das noch gut?

Stockcharts

Ich kann Ihnen daher auch nicht sagen, wann die besagten Tech-Aktien korrigieren werden: Aber eins weiß ich aus jahrelanger Erfahrung als professioneller Anleger: Niemand ist bisher daran gestorben, dass er Profite mitgenommen hat. Und wenn es nur Teilgewinnmitnahmen sind.

Bitte melden Sie sich, falls Sie Fragen oder Anregungen haben.

Ihr fairer Berater

Klaus Buhl

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Klaus Buhl

Mein Name ist Klaus Buhl und ich habe das Investmentgeschäft „von der Pike auf“ gelernt. Vor einigen Jahren wurde mir klar, dass „die Märkte“ nicht so funktionieren wie es uns die Finanzindustrie und die Massenmedien vorgaukeln. Mir wurde klar, daß die allermeisten Kunden mehr als nur eine clevere Strategie und guten Service erwarten neben Fairness und Loyalität - echte Unabhängigkeit sowie vollständige Transparenz der Produkte und Kosten. Deshalb habe ich vor einigen Jahren meine eigene GmbH gegründet und veröffentliche wöchentlich meinen Gratis Börsenbrief

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