Stimmung besser für Aktien und Gold

Stimmung besser für Aktien und Gold

Liebe Anleger und Anlegerinnen,

schon wieder liegt das Wochenende in greifbarer Nähe und umgekehrt eine aufregende Handelswoche fast hinter uns. Pünktlich zum Wochenende dreht sich die Stimmung heute in rasender Geschwindigkeit und die „Shorties“ kommen gar nicht mehr hinterher, ihre zuvor leer verkauften Positionen wieder einzudecken.

Aus deutscher Sicht stand natürlich der Skandal bzw. die unglaubliche Dummheit von Volkswagen im Vordergrund, die nun immer weitere Kreise unter den Autoherstellern zieht. Kein Wunder also das unser DAX, geschubst von seinem etwa 20 % – „schweren“ Klotz der Gewichtung von Autoaktien, besonders schnell in die Tiefe rauschte.

Aus internationaler Sicht stellt sich immer deutlicher die Frage, ob die Bullen noch die Kraft haben, die seit mehr als sechs Jahren andauernde Hausse zu verteidigen. Die diesbezügliche Vorentscheidung könnte nun sehr schnell fallen. Zu Gunsten der Anleger, wenn jetzt im DAX und im wichtigen S & P 500 Index die August-Tiefs verteidigt werden. Oder zu Gunsten des Bärenlagers, wenn im DAX z.B. die Marke von etwa 9.300 Punkten deutlich und per Wochenschluss unterschritten wird. Aber zum Glück sieht es ja heute so aus, als ob wir Anleger im Vorteil bleiben.

In den vergangenen Tagen hat sich die Lage für die Investoren etwas verbessert, da sich das Sentiment bzw. die Euphorie der Käufer sehr stark abgekühlt hat. Entsprechend der Umfrage eines bekannten US-Magazins sind z.B. die Autoren von Börsenbriefen und Newslettern so pessimistisch wie schon seit etwa 30 Jahren nicht mehr. Dies könnte umgekehrt eine Stabilisierung der Indizes einleiten, da man sich in Anbetracht der gedämpften Stimmung natürlich fragen sollte, welche Ereignisse den Verkaufsdruck künftig noch weiter erhöhen können. Oder anders ausgedrückt: wer soll heute überhaupt noch ins Bärenlager wechseln, da die Nachrichten ja schon seit Monaten einigermaßen schlecht sind. Immerhin sind jetzt mit dem Verfall der Preise für Rohstoffe, dem Kurssturz und der drohenden Konjunkturabkühlung in China sowie der Unsicherheit wegen des Schlingerkurses der FED, schon eine Menge an schlechten Nachrichten auf dem Tisch.

Umgekehrt könnte dies darauf hindeuten, dass wir uns in der Umgebung eines wichtigen Tiefs befinden und zumindest eine Gegenbewegung mehr als überfällig ist. Denn obwohl es heute im Sinne der klassischen Charttechnik kaum einen Grund für Investitionen gibt, wissen wir doch alle instinktiv, dass wir eher nach einem Kursrutsch als vor einem Kursrutsch in den Aktienmarkt einsteigen sollten. Auch wenn sich dies schlecht „anfühlen mag“.

Der innere Markt ist zyklisch überverkauft und „reif für die Wende“

Das oben beschriebene negative Sentiment wird auch vom inneren Markt reflektiert, hier der wichtigste Risikoindikator überhaupt, der NYSE Bullish Percent. Dieser zeigt Ihnen die Relation der an der New Yorker Börse gehandelten Aktien, die auf einem Kaufsignal der P & F Technik handeln. Wie Sie sich vielleicht erinnern, gibt es in der Philosophie der P & F Technik eine glasklare Unterscheidung darüber, ob sich eine Aktie sich im Kauf-oder Verkaufsmodus befindet.  Je geringer (wie aktuell) der Prozentsatz der Aktien ist, die auf einem Kaufsignal handeln, desto geringer ist die Marktbeteiligung und nur wenige große Investoren lenken substantiell Kapital in den Markt.

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Wie Ihnen die Grafik zeigt, handeln derzeit etwa 37 % der an der New Yorker NYSE gelisteten Aktien auf einem Kaufsignal der P & F Technik. Damit hat sich der Markt wieder etwas Luft verschafft und aus der unteren extremen Zonen, die bei 30 % beginnt, gelöst. Seither vergrößert sich wieder zögerlich die Anzahl der Aktien, die auf einem Kaufsignal notieren, was Sie an der positiven X- Spalte im rechten Bereich erkennen können. Trotz -oder gerade wegen der sehr negativen Stimmung der Investoren- fließt wieder systematisch Kapital in Aktien. Genau dies zeigt Ihnen die aktuelle  X –Spalte.

Interessant ist auch, dass wir erst kürzlich so stark überverkauft waren wie zuletzt im Sommer 2011. Das beschriebene negative Sentiment hat sich also nicht nur in den Köpfen, sondern auch in der geringen Anzahl von Aktien, die oberhalb einer wichtigen Unterstützung notieren, deutlich niedergeschlagen. Obwohl sich die Ausgangslage zyklisch betrachtet derzeit verbessert, sollten Sie noch nicht zu leichtsinnig agieren. Denn wir alle wissen, dass ein Markt länger überverkauft bleiben kann, als dies vernünftig wäre. Trotz dieses positiven Ansatzes ist der Aktienmarkt noch nicht voll und ganz „über den Berg“. Dies zeigt auch der gestrige Tag, an dem der Risikoindikator um fast 5 % abgab – also viel deutlicher als die äußeren Indizes.

Trotz allem hat sich in den vergangenen drei Wochen eine positive X-Spalte gebildet, die Ihnen zeigt, dass wieder systematisch Kapital in den Markt gelenkt wird.  Die aktuelle charttechnische Formation wird sinngemäß als „Weckruf für die Bullen bzw. Bull Alert“ bezeichnet, da sich nach einer schwierigen Marktphase für die Investoren das Umfeld allmählich verbessert – obwohl Sie heute darüber in der Presse wenig lesen werden.

 

 

 

Sehr interessant ist der Zeitpunkt dieser Formation im inneren oder wahren Markt auch deswegen, da er mit dem Test des August- Tiefs im äußeren Markt Hand in Hand geht. Aus diesem Grund halte ich den derzeitigen Zeitpunkt für interessant um Aktien-Engagement aufzunehmen oder zu verstärken. Auch in meinem Premiumbrief werde ich darauf eingehen und allmählich Liquidität abbauen. Achten Sie also deswegen in den kommenden Tagen auf die interessantesten Branchen und Sektoren. Wahrscheinlich werden die die favorisierten Aktien der vergangenen Monate auch in den kommenden Wochen erneut die Lieblinge des Publikums sein – falls sich die Erholung im inneren Markt auch in den äußeren Charts durchsetzt.

 

Liebe Investoren,

Meine persönliche Mission ist es, Ihnen mit diesem Newsletter oder eher Börsenbrief den Aktienmarkt aus einer ganz anderen Perspektive zu zeigen. Um Ihr Verständnis für gute Investitionen zu verbessern, will ich Ihnen hier mit den Instrumenten des „inneren Marktes“ ein weiteres Analyse-Werkzeug näherbringen, welches in den deutschen Medien kaum beachtet wird.

Mit den Methoden des inneren Marktes lassen sich recht präzise diejenigen Phasen, in denen Sie Ihre Investitionen erhöhen sollten von denen unterscheiden, in denen Sie sich in erster Linie auf die Verteidigung ihres Kapitals konzentrieren sollten.

Das Instrumentarium des inneren Marktes ist sowohl nützlich für die Identifikation der attraktivsten Aktien aus den besten Sektoren. Aber auch die jeweils interessantesten Länder, bzw. die relativ betrachtet stärksten Indizes können identifiziert werden.

Unterstützt von dieser Anlage Philosophie steuere nicht nur die individuellen Anlage Depot beim privaten Bankhaus Metzler, sondern auch die Vermögensverwaltung unter einem Haftungsdach und natürlich auch den Premium Börsenbrief.

Die FED stützt den Goldpreis

Da Sie heute wahrscheinlich in den Medien sehr viele Analysen rund um die Entwicklung des DAX lesen, habe ich mich dazu entschieden, Ihnen den Goldpreis aus Sicht der P & F Technik zu zeigen. Denn hier scheint sich mir eine interessante Bodenbildung zu konkretisieren, die durch die Aussagen der FED unterstützt wird.

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Sehr gut zeigt Ihnen der gelassene P & F Chart, dass der von vielen Pessimisten vorhergesagte Test der psychologisch wichtigen Marke von 1000 $ (bisher) ausgeblieben ist. Da eine derartig „runde Zahl“  eine hohe Anziehungskraft besitzt, ist es positive im Sinne der Investoren, dass diese Preis- Region noch nicht einmal ernsthaft getestet wurde.

Unterstützt wurde die Erholung beim Gold in den vergangenen Tagen sicherlich durch den erneut aufgeschobenen Zinsschritt der FED. Da nämlich das gelbe Edelmetall nach wie vor als Schutz vor Inflation gilt, sollte es jetzt profitieren, da die wichtigste Notenbanken der Welt das eindeutige Signal gegeben hat, sich eher um die stockende Konjunktur als um die Bekämpfung der Inflationsgefahr zu kümmern. Da auf der anderen Seite die physische Nachfrage nach Gold weltweit hoch ist, während auf den Terminmarkt „Papiergold“ spekulativ und entsprechend der bislang vorherrschenden Trendrichtung verkauft wird, ist es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, wann die leer verkauften Positionen wieder eingedeckt werden – und der Preis steil nach oben geht. Dann könnte der bekannte „Schweinezyklus“ wieder in die umgekehrte Richtung gehen, da in den vergangenen Jahren viele Produzenten aus Kostengründen ihre Minenkapazitäten reduziert haben.

Aus Sicht der P & F Technik wird der Goldpreis sehr interessant, wenn bei etwa 1.170 $ ein klassisches Kaufsignal ausgelöst wird. Verstärkt würde dieses  durch die Überwindung der negativen Widerstandsgerade, die sich ebenfalls von oben kommend dort den Bullen in den Weg stellt. Beobachten Sie also bitte in den kommenden Tagen die genannte Region von 1.170 $. Hier erwarte ich eine mindestens mittelfristig wegweisende Entscheidung, die im Erfolgsfall mit hoher Wahrscheinlichkeit auch den Sektor der Goldminenaktien stark beflügeln würde.

Natürlich werde ich auch im Premiumbrief auf die diesbezügliche Entwicklung eingehen.

Viel Erfolg, Ihr Klaus Buhl

 

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