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Senkt die FED nun die Zinsen?

Liebe Anlegerinnen und Anleger,

die Äußerungen Jerome Powells vom Freitag ließen aufhorchen. Erstmals äußerte sich der amerikanische Notenbankchef dahingehend, dass Zinssenkungen in absehbarer Zeit tatsächlich stattfinden könnten.

Wie üblich in Notenbanker-Sprache schränkte er auch dies im gleichen Atemzug etwas ein. Doch die Sprachregelung hat sich hier tatsächlich sichtbar verschoben.

Und das ließen natürlich die Märkte auch nicht unkommentiert. Am Freitag stiegen die Kurse vor allem in den USA deutlich.
Wir sehen uns heute ein wenig genauer an, was dies bedeutet.

Powell macht den Weg frei für Zinssenkungen

 

Wenn das nicht eine deutliche Reaktion auf die Worte von Jerome Powell war…
Kaum hatte er gesprochen und angedeutet, dass der Weg für Zinsensenkungen fast frei sei, ging es kräftig aufwärts. Denn nach einem langen Zyklus restriktiver Geldpolitik deutet die US-Notenbank erstmals klarer auf mögliche Zinssenkungen hin. Für Investoren, Unternehmen und Verbraucher ist dies ein Wendepunkt mit weitreichenden Implikationen.

Seit März 2022 hatte die Federal Reserve die Leitzinsen in mehreren Schritten auf das höchste Niveau seit über zwei Jahrzehnten angehoben. Ziel war es, die hartnäckig hohe Inflation unter Kontrolle zu bringen. Mit Erfolg: Die Teuerungsrate hat sich inzwischen spürbar abgeschwächt, während sich die Konjunktur zwar abkühlt, aber bislang keine Rezession erkennen lässt.

Powell betonte nun, dass die Fed „deutlich näher am Zeitpunkt einer Lockerung“ sei. Die jüngsten Konjunkturdaten – darunter schwächeres Beschäftigungswachstum und ein nachlassender Preisdruck – stützen diesen Kurswechsel.

An den Aktienmärkten sorgte die Aussicht auf sinkende Zinsen für einen Schub. Vor allem zinssensitive Branchen wie Technologie, Immobilien und Konsumwerte legten kräftig zu. Auch die Renditen von Staatsanleihen gaben nach, während der US-Dollar unter Druck geriet – ein willkommenes Signal für exportorientierte Unternehmen.

Bricht der DAX nun bald nach oben aus?

Interessant dürfte vor diesem Hintergrund auch die Situation im DAX werden. Seit Mai sehen wir hier eine Konsolidierung seitwärts. Hierbei wirkte die 50-Tage-Linie zunächst als Unterstützung. Ende Juli brach diese jedoch kurzfristig. Die Auftwärtsbewegung, die daraufhin einsetzte, führte zu einer neuen Unterstützung durch die 50-Tage-Linie, hinein in eine Verdichtungssituation (grüner Kreis). Hier könnten die neuen Impulse aus Übersee nun für einen weiteren Ausbruch sorgen.

Abbildung: Längerfristiger Wochenchart des DAX (Quelle: Stockcharts.com)

Maßgeblich wird hier jedoch zunächst sein, ob die US-Märkte in der vor uns liegenden Woche mit Anschlusskäufen aufwarten können. Denn so stark die Bewegung am Freitag auch kurzfristig war. Mittelfristig ist beispielsweise der New York Stock Exchange Bullisch Prozent Index (kurz: NYSE BPI) noch immer im Zustand „bullische Korrektur“. Bestätigt bullisch wären wir erst ab 66 Punkten. Allerdings entspricht der Zustand jetzt bereits einer X-Säule im Point & Figure – Chart, was positiv für die bullische Marktseite ist.

Abbildung: Aktueller P&F-Chart des NYSE BP Index (Quelle: Stockcharts.com)

Damit werden die nächsten Handelstage besonders interessant. Es gibt viele Anzeichen, dass sich die bullische Bewegung fortsetzen. Allerdings gehört es auch zur derzeitigen Realität der Märkte, dass wir fundamental gesehen in vielen Segmenten bereits über sehr hohe Bewertungen verfügen.

Aus meiner Sicht bleibt damit sehr geschicktes Stock Picking das Gebot der Stunde. Die Märkte bieten auch auf diesem Niveau derzeit weitere Chancen. Das Risiko beim Kauf einer „falschen“ Aktie ist jedoch auf den aktuellen Bewertungslevels sichtbar erhöht.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Sonntag sowie einen guten Start in eine erfolgreiche neue Woche.

Bitte zögern Sie nicht fall Sie Fragen haben oder sich für einen individuelle Depotbetreuung ohne Ausgabeaufschläge interessieren. Denn auch hier funktioniert das Konzept des Inneren Markets.

Ihr Klaus Buhl

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Bild von Klaus Buhl

Klaus Buhl

Mein Name ist Klaus Buhl und ich habe das Investmentgeschäft „von der Pike auf“ gelernt. Vor einigen Jahren wurde mir klar, dass „die Märkte“ nicht so funktionieren wie es uns die Finanzindustrie und die Massenmedien vorgaukeln. Mir wurde klar, daß die allermeisten Kunden mehr als nur eine clevere Strategie und guten Service erwarten neben Fairness und Loyalität - echte Unabhängigkeit sowie vollständige Transparenz der Produkte und Kosten. Deshalb habe ich vor einigen Jahren meine eigene GmbH gegründet und veröffentliche wöchentlich meinen Gratis Börsenbrief

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