Liebe Anlegerinnen und Anleger,
wer heute auf die Märkte blickt, könnte meinen, echte Krisen seien ein Konzept aus der Vergangenheit.
Steigende Leitindizes, Tech-Aktien, die scheinbar mühelos in neue Höhen steigen, und ein Anlegerklima, das von Optimismus – oder zumindest von FOMO – vielerorts geprägt ist.
Doch gerade dann, wenn alles rosarot erscheint, lohnt sich ein Schritt zurück. Denn an der Börse ist es selten das Offensichtliche, das den Ausschlag gibt – sondern das, was sich im Schatten des Mainstreams abspielt.
In dieser Ausgabe werfen wir einen Blick auf den aktuellen Bullenmarkt: Was treibt ihn wirklich an? Warum verdienen trotzdem viele Anleger nicht wirklich an ihm? Und weshalb ist gerade jetzt ein wacher Blick auf die richtige Aktienauswahl wichtiger denn je?
Es geht dabei natürlich nicht darum, den Aufschwung schlechtzureden. Wir wollen ihn jedoch richtig lesen.
Geht es Ihnen manchmal auch so?
Wenn man die letzten Jahre an den Finanzmärkten betrachtet, könnte man fast glauben, dass Rückschläge der Vergangenheit angehören. Seit Ende 2022 kennen viele Indizes nur eine Richtung: aufwärts. Der S&P 500 hat um mehr als 50 % zugelegt, der Nasdaq sogar um rund 90 %. Selbst klassische Indizes wie der Dow Jones und der Russell 2000, lange Zeit von der Tech-Euphorie abgehängt, feiern wieder neue Höchststände.
Der Gedanke liegt nahe: Sind Bärenmärkte ein Relikt aus einer anderen Zeit? So absurd es vielleicht klingen mag, können Märkte überhaupt noch in längere Bärenphasen abgleiten?
Warum läuft es scheinbar so gut?
Vieles spricht dafür, dass die Märkte aktuell von einem seltenen Zusammenspiel begünstigt werden. An vorderster Front steht die gewaltige Dynamik im Technologiesektor – insbesondere durch die Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz. Unternehmen wie Nvidia, Microsoft oder Meta treiben die großen Indizes nach oben und haben sich zu regelrechten Wachstumslokomotiven entwickelt. Derartige Tech-Unternehmen dominieren weiterhin die Kursentwicklung der US-Börsen – teilweise so stark, dass der breite Markt kaum noch mitkommt.
Hinzu kommt ein wirtschaftliches Umfeld, das zwar von Unsicherheiten geprägt ist, sich aber insgesamt robuster zeigt als vielfach befürchtet. Die Inflation ist auf dem Rückzug, die US-Wirtschaft scheint ein „Soft Landing“ hinzulegen, und Zinssenkungen stehen am Horizont. All das beflügelt die Hoffnung der Anleger – und mit ihr steigen die Kurse.
Doch es wäre gefährlich, daraus eine einfache Gleichung zu machen: Aufschwung = Dauerzustand
Warum ewiger Aufschwung ein Trugschluss ist
So sehr uns die Rally der letzten Monate beeindruckt – sie ist kein Freifahrtschein für die Zukunft. Denn wer die Geschichte der Märkte kennt weiß: Jeder Bullenmarkt hatte irgendwann ein Ende. Und Korrekturen gehören zum Wesen funktionierender Kapitalmärkte.
Die Bewertungen vieler Aktien – vor allem im Tech-Sektor – sind mittlerweile auf einem Niveau angekommen, das Erinnerungen an das Jahr 2000 weckt. Analysten warnen zunehmend vor einer Überhitzung. Der „Buffett-Indikator“, der das Verhältnis der gesamten Marktkapitalisierung zur Wirtschaftsleistung misst, liegt auf historisch hohem Niveau. Und auch wenn die Musik noch spielt – das kann sich schnell ändern.

Abbildung: Aktueller Stand des Buffett-Indikators (Quelle: gurufocus.com)
Hinzu kommen geopolitische Risiken, mögliche wirtschaftliche Stolpersteine und ein nicht zu unterschätzendes psychologisches Phänomen: Sorglosigkeit und eine sich daraus entwickelnde Euphorie. Sie ist oft der letzte Akt eines langen Bullenmarktes.
Nicht alles steigt – und nicht alles ist gesund!
Ein weiterer Trugschluss: Nur weil der Leitindex steigt, profitieren alle Aktien gleichermaßen. Das Gegenteil ist der Fall. Während die großen Tech-Titel neue Rekorde feiern, haben viele kleinere Unternehmen oder ganze Sektoren kaum teilgenommen. Wer etwa abseits der Tech-Schwergewichte investiert war, konnte in den letzten Monaten deutlich hinter dem Markt zurückbleiben.
Hier zeigt sich: Die Kunst liegt nicht darin, einfach „im Markt zu sein“, sondern im richtigen Teil des Marktes.
Was Sie als Anleger daraus lernen können
Auch wenn es sich derzeit so anfühlen mag als könnten die Märkte nur eine Richtung – aufwärts – es wäre unklug, sich auf diesen Zustand zu verlassen. Wer heute investiert, sollte sich fragen: Ist mein Portfolio auf ein anderes Szenario vorbereitet? Denn früher oder später wird es eintreten.
Statt blind der Masse zu folgen, lohnt es sich daher, gezielt auf Qualität zu setzen. Unternehmen mit stabilen Geschäftsmodellen, solider Bilanz, verlässlicher Dividende und echtem wirtschaftlichem Mehrwert bieten oft besseren Schutz, wenn die Märkte ins Schlingern geraten.
Ich selbst nutze hierfür die Methodik des inneren Markt. Diese erlaubt mir, gezielt die aussichtsreichsten Sektoren für die nächsten 6-12 Monate zu identifizieren und dort die Titel mit dem größten Potenzial auszumachen. Meine Ergebnisse publiziere ich regelmäßig im Libra Premium Börsenbrief.
Der aktuelle Aufschwung mag beeindruckend sein – aber er sollte nicht zur Selbstverständlichkeit werden. Wer langfristig erfolgreich investieren will, braucht mehr als nur den Mut, im Markt zu bleiben. Er braucht auch die Weisheit, auszuwählen, zu balancieren – und vorbereitet zu sein, wenn sich der Wind dreht. Denn ansonsten werden Sie Ihre Erfolge nicht dauerhaft halten können.
Die nächste Bärenphase kommt früher oder später. Nur wann – das weiß niemand. Aber wer klug handelt, konsequent auf die fundamental besten Werte (statt auf völlig überbewertetet Titel in aller Munde) setzt, muss sie nicht fürchten.
Selbstverständlich beziehe ich mich auch im Rahmen der individuellen Anlageberatung und Finanzplanung (auf Basis von ETF`s und Bedarf spezielle aktive Fonds, ab etwa 80.000 Euro Depotgröße) auf den „Inneren Markt“ und schlage Ihnen aussichtsreiche Sektoren.
Noch wichtiger ist allerdings eine – je nach Marktlage – angemessene Kapitalallokation, also die zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen „passende“ Aktienquote.
Bitte sprechen Sie mich einfach an.
Viel Erfolg und herzluche Grüße vom fairen Berater
Ihr Klaus Buhl
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