Innerer Markt: übernehmen jetzt kurzfristig die Bären?

Die Märkten könnten kurzfristig unter den Einfluss des Angebots geraten

Liebe Anlegerinnen und Anleger,

hoffentlich liegen schöne und nicht zu warme Sommertage hinter Ihnen. Möglicherweise ist es aber nun mit der Ruhe vorbei, da der innere Markt kurzfristig nach unten dreht.

Falls es Ihnen doch zu heiß geworden ist, liegt das mit Sicherheit nicht an der Verfassung der globalen Indizes. Denn die Volatilität an den wichtigsten Märkten ist außergewöhnlich gering. Da darf man schon mal von der Ruhe vor dem Sturm sprechen und überlegen, welches Ereignis einen Anstieg der Volatilität auslösen könnte. Bitte bedenken Sie, dass steigende Volatilität mit fallenden Kursen einhergeht.

Jedenfalls bin ich gespannt, wie die Marktteilnehmer auf die verschiedenen Äußerungen zu den möglichen Zinsschritten der US-Notenbank FED reagieren werden. Ich persönlich gehe davon aus, daß die Zinsen frühestens im Dezember und damit erst nach den US- Präsidentschaftswahlen angehoben werden – falls überhaupt.

Ein Warnsignal war aber die Nervosität bzw. die Angst vor einem Zinsschritt an den Rohstoff- und Edelmetallmärkten in der vergangenen Woche. Dort waren die Teilnehmer weniger entspannt und reagierten mit heftigen Gewinnmitnahmen.

Vor allem wende ich mich aber heute an Sie, da eine Richtungsentscheidung auch im DAX unmittelbar bevorstehen könnte. Dieser ist seit einiger Zeit eingeklemmt zwischen seiner sehr wichtigen Unterstützung bei 10.450 und dem Widerstand bei etwa 10.650 Punkten. Nun sieht es so aus, als ob sich der wichtige innere Markt bereits für eine Richtung festgelegt hat. Jedenfalls deutet ein wichtiger Risikoindikator an, daß die US- Leitbörse kurzfristig einmal ausatmen wird.

Wichtiger kurzfristiger Risikoindikator des inneren Marktes deutet auf das Bärenlager

Hier sehen Sie den weltweit führenden S & P 500 Index aus einer völlig anderen Perspektive. Genauer gesagt sehen Sie die Relation der im Index enthaltenen Titel, die oberhalb ihrer wichtigen 50- Tage -Linie handeln. Die 0-Spalte ganz rechts zeigt Ihnen, dass diese Relation abnimmt. Immer mehr der im Index enthaltenen Aktien rutschen unter die 50- Tage- Linie und verlieren ihre wichtigste Unterstützung. Kurzfristig betrachtet wird der US- Markt vom Angebot gelenkt und wir Anleger sollten auf der Hut sein.

Der kurzfristige innere Markt
Der innere Markt kurzfristig

Bitte behalten Sie im Hinterkopf, dass wir uns oberhalb von 70 % in einer überhitzten Marktphase befinden. Solche Phasen können zwar länger anhalten als dies vernünftig wäre – aber irgendwann werden sie dann doch nach unten hin aufgelöst und eine Konsolidierung beginnt. Typischerweise genau dann, wenn sich eine negative 0- Spalte bildet, die unter die wichtige Schwelle von 70 % wandert – also genau wie jetzt. Diese Schwelle von 70 % mag Ihnen als willkürlich erscheinen. In der Praxis aber hat sie sich bewährt, da dann eine genügende Sicherheit über die Ist- Situation vorliegt. Denn kein Anleger will ja vorzeitig attraktive Aktien veräußern oder absichern sondern erst dann, wenn es einen triftigen Grund dafür gibt.

Für diese Philosophie spricht auch die Tatsache, dass es kaum möglich ist, seriöse Kursprognosen abzugeben. Mit dieser Methode sehen Sie aber aus einer objektiven Perspektive, was heute im Markt passiert und können daraus ableiten, wie es in den kommenden Tagen weitergehen könnte.

Hier können Sie sich für meinen Gratis-Börsenbrief eintragen, falls Sie sich für die Philosophie des inneren Marktes interessieren.

Meiner Meinung nach schadet es also nicht (für den eher kurzfristig orientierten Anleger), über Gewinnmitnahmen nachzudenken oder Positionen abzusichern.

Entsprechend dieser Anlagephilosophie werde ich in den nächsten Tagen auch im Premiumbrief und in der Vermögensverwaltung vorgehen. Hier können Sie einfach und unkompliziert hinein schnuppern. Falls Sie Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie bitte sich einfach an mich.

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Nun wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit ihren Anlagen und einen guten Start in die neue Woche.

Herzliche Grüße aus dem Rheinland,

Ihr Klaus Buhl

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