Dow Jones Index Vorbild für den DAX

Dow Jones hui – DAX-pfui

Während sich am US- Aktienmarkt und insbesondere dem Dow Jones fast alle Sektoren an der Hausse beteiligen und die wichtigsten Indizes charttechnisches Neuland betreten, schafft der DAX noch nicht einmal die Befreiung aus der altbekannten Seitwärtsbewegung. Vor allem die im Dow Jones hochgewichteten Finanz- und Industrieaktien schieben diesen nach oben. Für uns Anleger wirklich eine gute Perspektive.

Liebe Anlegerinnen und Anleger,

speziell aus der europäischen Perspektive ist es schwer zu verstehen, warum die US- Börsen derartig stark sind. Denn im Gegensatz zu uns hier in Deutschland ist die Stimmung auf der anderen Seite des Atlantiks schon fast euphorisch. Während bei uns der heimische DAX seit Wochen in seiner altbekannten Seitwärtsbewegung zwischen 10.200 und 10.800 Punkten notiert, gehen die Indizes in New York „durch die Decke“. Abgesehen vom Edelmetallsektor werden praktisch alle Sektoren von der Flut angehoben und von der großen Skepsis gegenüber dem zukünftigen US- Präsidenten ist nichts mehr zu verspüren.

Ganz im Gegenteil fließt unbestritten frisches Kapital von großen Adressen in den Markt. Anders ist das hohe Momentum und die Tatsache nicht zu erklären, dass in den vergangenen Tagen die wichtigsten US- Indizes zeitgleich neue Hochs markiert haben. Nach meinen Informationen hat es das seit 1996 nicht mehr gegeben. Sowohl der Dow Jones, der S & P 500, die Nasdaq und der Russel Index der wichtigen und konjunkturempfindlichen Nebenwerte haben am Montag neue Hochs markiert.

Daher macht es wenig Sinn sich gegen den Markt zu stellen und den Zeigefinger zu erheben, nur weil man mit der Wahl von D. Trump unzufrieden ist. Zu deutlich ist das Umdenken großer Kapitalanleger, die frische Mittel in alle wichtigen Sektoren lenken und außerdem auch Geld aus dem Rentenmarkt abziehen. Insofern halte ich es für möglich, dass die amerikanischen Aktienkurse nicht nur wegen des versprochenen 500- Milliarden USD- Konjunkturpaketes steigen, sondern auch wegen der weiterhin drohenden Verluste am Rentenmarkt. Immerhin könnte wegen des hohen Kapitalbedarfs für die Wahlversprechen die Rendite weiter steigen und die Verluste bei den Besitzern der Anleihen schnell steigen lassen. Dazu kommt das Risiko, dass wegen der steigenden Rohstoffpreise die Inflation wieder leicht anzieht – ebenfalls mit negativen Implikationen für den Rentenmarkt.

Dow Jones: die Bullen sind los

Grundsätzlich zeige ich hier wegen seiner geringen Anzahl von Indexmitgliedern und seiner ungewöhnlichen Konstruktion nur ungerne den Dow-Jones-Index. Heute aber mache ich gerne eine Ausnahme, da dessen Chart extrem positiv ist. Dies wiederum liegt an der hohen Gewichtung von Finanz, Energie- und klassischen Industrieaktien, weshalb der Dow-Jones auch der erste wichtige Index war, der ein neues Hoch markiert hat.

Hier sehen Sie den Verlauf des bekannten US-Aktienbarometers als P & F Chart für den Zeitraum seit April des Jahres. Deutlich sehen Sie im linken Bereich den Einbruch nach der Brexit- Entscheidung und ebenso die schnelle Erholung in den folgenden Wochen.

Dow Jones mit Kaufsignal der P & F Technik
Dow Jones mit Kaufsignal

Nach einer mehrwöchigen Seitwärtsbewegung im Dow Jones zwischen August (Ziffer 8) und November (Buchstabe B) schoss der Index förmlich mit einer extrem dynamischen X-Achse nach oben und aus der Seitwärtsbewegung hinaus. Mühelos wurde dabei bei 18.650 Punkten ein neues Hoch markiert und eine sehr positive Formation der P & F Technik gebildet.

Natürlich wachsen jetzt die Bäume im Dow Jones nicht zwangsläufig sofort in den Himmel, aber die Bullen haben ein sehr starkes Signal ihrer aktuellen Überlegenheit gesetzt. Wegen der fast schon euphorischen Stimmung der US -Anleger und der vielen Ungereimtheiten im Wahlprogramm des künftigen Präsidenten müssen wir dennoch jederzeit mit einem Rücktest des Ausbruchsniveaus rechnen. Technisch betrachtet wäre dies nicht einmal negativ sondern sogar eine positive Bestätigung für uns Anleger, neue Positionen einzunehmen. Völlig egal übrigens wie unzufrieden wir mit der neuen US- Administration sein mögen. Solche Gedanken sollte ein technischer Analyst ausblenden und sich daran orientieren was er sieht, und nicht was denkt.

Falls Sie sich für die P & F Charts und die Signale des inneren Marktes interessieren, beachten Sie bitte auch mein Gratis- E-Book und meinen Gratis-Börsenbrief.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit ihren Positionen und einen fröhlichen Tag.

Mit herzlichen Grüßen aus dem Rheinland,

Ihr Klaus Buhl

 

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