Die Angst regiert an den Börsen – doch die Marktbreite verbessert sich

Liebe Anlegerinnen,

an der Börse geht wieder die Angst um. Das sehen und spüren wir (fast) alle nicht nur an den zertrümmerten Kursen der zuvor heiß gelaufenen KI-und Chipaktien, sondern ehrlicherweise auch an der steigenden Frequenz der sorgenvollen Blicke in unsere Depots.

Bei mir selber kommen natürlich noch die zunehmenden Gespräche mit teils besorgten Kunden hinzu, die in den vergangenen Tagen häufiger zum Telefon griffen als üblich. Die Fragen ähneln sich: Wie gefährlich ist die Lage wirklich? Sollten wir lieber Gewinne mitnehmen? Oder droht uns sogar ein größerer Börseneinbruch?
Da spüre ich sehr schnell, dass Investieren eine emotionale Angelegenheit ist und einige Investoren sich erst in schwierigen Börsensituationen selber gut kennenlernen.

Die Nervosität ist verständlich. Hohe Energiepreise, steigende Anleiherenditen und die Sorgen um die Weltkonjunktur belasten die Stimmung. Hinzu kommen die geopolitischen Risiken. Besonders jetzt vor dem Wochenende wächst wieder die Unsicherheit, ob der Konflikt mit dem Iran erneut eskalieren könnte. Einige Gerüchte diesbezüglich machen bereits die Runde. Ein neuer amerikanischer Militärschlag wäre eine gefährliche Zuspitzung, und die Folgen für Ölpreise und Aktienmärkte nicht gerade günstig.

Doch während die Angst an den Börsen um sich greift, beobachte ich eine bemerkenswerte Entwicklung.

 

Der innere Markt verbessert sich – und zwar deutlich!

 

Was bedeutet das? Während viele Anleger gebannt auf den DAX, den S&P 500 oder die täglichen Schreckensmeldungen schauen, untersuche ich vor allem, was sich unter der Oberfläche der großen Aktienindizes abspielt. Und dort zeichnet sich zunehmend ein freundlicheres Bild ab.

Immer mehr Aktien gewinnen an Stärke. Die Marktbreite gemessen am für mich wichtigsten Risiko-Indikator verbessert sich. Die Relation der Aktien nimmt zu, die auf einem objektiven Kaufsignal der P & F Technik notieren und insofern von der Nachfrage gelenkt werden.

Eine gesunde Aufwärtsbewegung lebt schließlich nicht nur von einigen wenigen Technologiewerten, sondern davon, dass möglichst viele Aktien mitziehen.

Sehen Sie hier den Risikoindikator – nicht Timing-Indikator- NYSE Bullish Percent.

 

Quelle: stockcharts

Besonders interessant finde ich, dass diese Verbesserung ausgerechnet in einer Phase großer Verunsicherung stattfindet. Während die Schlagzeilen Angst verbreiten, scheint sich der innere Markt zunehmend zu stabilisieren.

Dazu passt auch die Saisonalität. Die schwierigen Börsenmonate September und Oktober neigen sich dem Ende zu. Historisch beginnt nun eine der günstigsten Phasen des Börsenjahres. Gerade nach nervösen Wochen bietet das häufig interessante Chancen für Anleger.

Natürlich wäre es leichtsinnig, die geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken einfach auszublenden. Eine Eskalation am Persischen Golf könnte die Karten kurzfristig völlig neu mischen.

Aber an der Börse entstehen die besten Chancen bekanntlich selten dann, wenn alle optimistisch sind, sondern wenn die Angst dominiert.

Sehr gerne verfolge ich diesbezüglich den objektiven Fear and Greed Index von CNN.

Hier sehen Sie, dass wir uns tief im Bereich von Angst und Furcht bewegen.

 

Quelle CNN

 

Der bekannte Fear & Greed Index misst die Stimmung der Anleger am US- Aktienmarkt. Er zeigt uns objektiv, ob derzeit Angst oder Gier die Märkte lenken.

Dafür kombiniert CNN objektiv messbare Marktindikatoren wie z.B. die Anzahl neuer 52-Wochen-Hochs und -Tiefs, die Marktbreite, das Verhältnis von Put- zu Call-Optionen, die Schwankungsintensität (VIX), die Nachfrage nach riskanten Unternehmensanleihen sowie die Flucht in sichere Staatsanleihen.

Alle Indikatoren werden gleichgewichtet und bilden in einen Gesamtwert zwischen 0 und 100.

Wie Sie sehen, ist die Angst im Augenblick sehr groß obwohl sich die Marktbreite deutlich verbessert. Die Investoren sind dabei, Mr. Market das Ruder aus der Hand zu nehmen, obwohl dafür kaum logischen Argumente erkennbar sind.

Vielleicht ist das wichtigste Argument für uns Anleger, dass die Börse sowieso macht was sie will, und sich Börsenkurse stets ausdehnen und dann wieder zusammenziehen.

Daher ist cleveres Investieren stets ein „Spiel“ mit Wahrscheinlichkeiten und kann meiner Meinung nach nur mit einer guten Diversifikation gelingen.

Vielleicht erleben wir gerade wieder eine dieser spannenden Börsenphasen, in denen die Angst der Anleger so groß ist, dass die ersten und mutigen Investoren wieder vorsichtig an die Märkte zurückkehren.

Deshalb lasse ich mich von den Schlagzeilen nicht verrückt machen. Ich beobachte lieber, was die Aktien tatsächlich tun. Und das gefällt mir im Augenblick deutlich besser als die allgemeine Stimmung.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, in welche Bereiche das Geld der Anleger jetzt fließt, da der Stern der KI-Lieblinge sinkt. Mir ist aufgefallen, dass Pharma, Gesundheit und auch Konsumaktien deutlich an relativer Stärke im gesamten Markt gewinnen. Diese Bereiche behalte ich gut im Blick und werde hier in den nächsten Tagen wahrscheinlich auch im Premium-Börsenbrief investieren.

Bis dahin wünsche ich Ihnen ein heiteres und nicht zu stürmische Herbsttage sowie viel Erfolg mit Ihren Investitionen.

Bitte zögern Sie nicht, falls Sie Fragen an mich haben oder sich für eine individuelle Finanzplanung und ein individuelles Depot interessieren.

 

Ihr fairer Berater Klaus Buhl

 

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Klaus Buhl

Mein Name ist Klaus Buhl und ich habe das Investmentgeschäft „von der Pike auf“ gelernt. Vor einigen Jahren wurde mir klar, dass „die Märkte“ nicht so funktionieren wie es uns die Finanzindustrie und die Massenmedien vorgaukeln. Mir wurde klar, daß die allermeisten Kunden mehr als nur eine clevere Strategie und guten Service erwarten neben Fairness und Loyalität - echte Unabhängigkeit sowie vollständige Transparenz der Produkte und Kosten. Deshalb habe ich vor einigen Jahren meine eigene GmbH gegründet und veröffentliche wöchentlich meinen Gratis Börsenbrief

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