Der innere Markt knickt kurzfristig ein

Innerer Markt erreicht die untere Wendezone

 

Die folgende Grafik zeigt Ihnen den Prozentsatz der im S & P 500 Index gelisteten Aktien, die oberhalb ihrer wichtigen 50- Tage- Linie handeln- heute als Linienchart, um einen längeren Zeitraum betrachten zu können.

Kurze Erläuterung: Oberhalb von 70 % ist die Marktbreite zwar sehr positiv, der wichtigste US- Aktienindex tritt dort aber in eine Überhitzungsphase. Der Indikator kann zwar wochenlang in diesem überdehnten Zustand verharren, gute Einstiegsgelegenheiten in der Breite des Marktes finden wir hier aber nicht. Ganz im Gegenteil nehmen die Rückschlagsrisiken zu. Genau umgekehrt verhält es sich in der unteren extremen Zone unterhalb von 30 %, hier finden Sie gute und systematische Einstiegsgelegenheiten – obwohl dann natürlich die Medien sehr skeptisch sind.

Der innere Markt taucht in die untere extreme Zone ein
Der innere Markt taucht in die untere extreme Zone ein

Wie Sie sehen, handelten im April noch 90 % der Index-Mitglieder oberhalb ihrer wichtigsten Unterstützung, der 50-Tage-Linie. Seither hat sich diese Relation kontinuierlich verschlechtert und heute werden nur noch etwa 50 % der notierten Titel eindeutig von der Nachfrage gelenkt. Dies ist natürlich eine Verschlechterung der Marktbreite, die wir nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Zu deutlich ist der aktuelle Impuls der großen Investoren, sich von Aktien zu trennen.

Leider gibt es keinen Anhaltspunkt dafür, ob und wie lange dieser Trend anhalten wird. Es ist aber wichtig zu wissen, daß der innere Markt die äußeren Indizes lenkt und im Augenblick wird der Markt vom Angebot bestimmt.

banner_neu

Interessant ist aber, dass der 50-Tage-Indikator, der übrigens kein Timing sondern ein Risikoindikator ist, gestern in seiner unteren extremen Zone angekommen ist. Natürlich kann der Indikator weiter fallen und noch mehr Aktien können unter ihre wichtigste Unterstützung tauchen. Auf dem aktuellen Niveau aber verzögert sich traditionell die Fallgeschwindigkeit der Indizes und es wird interessant sich nach attraktiven Kaufkandidaten umzusehen. Zuschlagen sollten Sie aber erst, wenn sich dieser Indikator wieder stabilisiert und die wichtige Marke von 30 % erneut übersteigt.

Falls Sie sich für die Philosophie des inneren Marktes und der Point & Figure Technik interessieren, beachten Sie bitte auch meinen Gratis-Börsenbrief.

Nun wünsche ich Ihnen einen schönen Tag und viel Erfolg mit ihren Positionen

Ihr Klaus Buhl

Artikel lesen

Wie geht es bei der Wirecard-Aktie weiter?

Liebe Anlegerinnen und Anleger, leider weiß ich ja nicht wie es Ihnen geht, aber ich bin doch sehr erleichtert darüber,  dass wir die nervige Werbung, den ganzen Hype und das Gedöns rund um den „Black Friday“ endlich nicht mehr hören und sehen müssen. Ich kam mir schon richtig schlecht und altmodisch vor, da ich mir vorgenommen hatte, an diesem Tag nichts außergewöhnliches zu konsumieren und zu kaufen – so groß war der Wirbel in den Medien. Trotzdem habe ich dann auf dem Weg nach Frankfurt, wohin ich einmal die Woche mit meinem Sohn im Rahmen dessen Behandlung fahren muss, wenigstens […]

Mehr

Innerer Markt: Die Risiken steigen

Innerer Markt: Die Risiken steigen Liebe Anlegerinnen und Anleger hoffentlich genießen Sie die Fußball EM und lenken sich damit ein wenig vom tristen Börsenumfeld und dem trüben „Sommerwetter“ ab. Wegen der zunehmenden Unsicherheit an den globalen Märkten ist der heutige freundliche Börsentag eine gute Gelegenheit für mich, Ihnen die zunehmenden Risiken an den Märkten zu zeigen. Obwohl es keine besonderen Neuigkeiten gibt, erholen sich die Märkte heute wieder von ihrem jüngsten Verkaufsdruck. Natürlich kann man die grundsätzliche Verunsicherung mit den drohenden wichtigen Terminen wie der FED-Sitzung und natürlich der Abstimmung über den „Brexit“ begründen. Aber wie gewöhnlich müssen wir Anleger […]

Mehr

Zerren Hedgefonds und “Shorties” den DAX nach unten?

Liebe Anlegerinnen und Anleger, wie üblich tobt genau jetzt, wo an den globalen Börsen die Anspannung steigt und eine mindestens mittelfristige Trendentscheidung bevorsteht, ein heftiger Richtungsstreit zwischen den Berufsoptimisten und Lobbyisten auf der einen und den üblichen „Crash-Propheten“ auf der anderen Seite in den Medien. Beide Seiten scheinen dabei geflissentlich zu übersehen, dass an den Börsen Vorhersagen ein schwieriges Geschäft sind und daher zuerst der Kampf zwischen Angebot und Nachfrage im Vordergrund stehen sollte. Die heutige Preisentwicklung und die heutige relative Stärke von Regionen, Sektoren und Aktien sind meiner Meinung nach ganz eindeutig der wichtigste Hinweis auf die zukünftige Kursentwicklung. […]

Mehr
Call Now ButtonRufen Sie an