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Der innere Markt ist extrem überverkauft

Der innere Markt ist extrem überverkauft

Mit voller Wucht ist jüngst einer der wichtigsten Indizes der Welt, der S& P 500 unter die Begrenzung seines seit Monaten intakten Seitwärtstrends gefallen. Dies blieb natürlich nicht  verborgen und rief die Leerverkäufer auf den Plan. Folglich läutete die „Panikglocke“ und die Vola raste nach oben. Nun aber könnte sich das Blatt wieder zu Gunsten der Bullen wenden, da der innere Markt systematisch und objektiv extrem überverkauft ist.

Liebe Anlegerinnen und Anleger,

nach den vergangenen wirklich sehr aufregenden Handelstagen tobt nun der typische Expertenstreit in den Massenmedien. Während die eher fundamental orientierten Analysten davon ausgehen, dass jetzt eine Bodenbildung sehr wahrscheinlich ist, behaupten die technischen Analysten mehrheitlich das Gegenteil. Natürlich haben beide Seiten gute Argumente. Tendenziell bin ich auf der Seite der Befürworter einer Bodenbildung und gehe davon aus, dass wir keine neuen Tiefs mehr erleben. Vor allem deswegen, weil sich das fundamentale Umfeld trotz des Getöses rund um China noch längst nicht spürbar eingetrübt hat. Aussichtsreiche Dividendentitel, die vor der Korrektur fair bewertet waren, sind  jetzt wieder preiswert. Auf dem gegebenen Kursniveau werden viele Investoren nicht lange grübeln, ob sie eher in Sachwerte oder in Schulden (also den Rentenmarkt) investieren wollen.

Auch das extrem hohe Handelsvolumen der vergangenen Tage und die sehr hohe Quote an gehandelten Verkaufsoptionen deuten darauf, dass der Markt mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit nach der langen sorglosen Periode ohne Konsolidierung jetzt wieder bereinigt ist.

Da wir uns aber nicht hinter den Expertenmeinungen verstecken wollen, empfehle ich einen Blick auf die Charts und die objektiven Aussagen des inneren Marktes. Diese deuten darauf, dass der Markt derzeit extrem überverkauft ist. Es stimmt zwar, dass ein Markt länger überverkauft bleiben kann als dies vernünftig wäre. Früher oder später wird der Aktienmarkt aber wie üblich wieder in seinen normalen Zustand zurückkehren und den berühmten Gummibandeffekt zeigen.

Vola schiesst auf Rekordniveau

Auf eine Marktbereinigung deutet auch der extreme Anstieg der Volatilität, die übrigens bis auf das Crash-Niveau des Sommers 2011 gestiegen ist, als die Ratingagentur S&P die Bonität der USA plötzlich gesenkt hat. Wie Sie sich erinnern, geht ein Kursverlust grundsätzlich mit einem Anstieg der Volatilität einher. Daher wird die Volatilität auch gerne als „Panik-Glocke“ bezeichnet und wegen der hohen Korrelation von fallenden Kursen und steigender Vola ist diese Bezeichnung zutreffend.

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Im rechten Bereich sehen Sie, wie die Vola von trotz Griechenlandkrise verträumten 12 % abhebt und dann nach oben durch die Decke schießt. Das Angstniveau aus dem vergangenen Oktober, als die US-Indizes ein bedeutendes Tief – übrigens in der Nähe des gegenwärtigen Korrektur-Tiefs markierten, wurde am Montag förmlich überrannt. Erst bei etwa 50 entspannte sich die Situation und seither wird wieder Luft aus diesem wichtigen Indikator abgelassen. Auch dies deutet darauf, dass sich die Kurse langsam auf dem gegenwärtigen Niveau einpendeln und einen Boden bilden.

Innerer Markt in Extrem-Zustand

Diese Grafik zeigt Ihnen die Relation der im wichtigen S & P 500 Index notierten Aktien, die oberhalb ihrer 200 –Tage- Linie handeln, im Verlauf der vergangenen drei Jahre. Bekanntlich ist die 200- Tage- Linie für viele Anleger und konservative Investoren der Maßstab dafür, ob ein Index oder eine Aktie in einem Aufwärts- oder einem Abwärtstrend notiert. Wenn Sie die zyklische Kurve betrachten, erkennen Sie schnell, dass in den vergangenen drei Jahren meist etwa 60-80 % der im Index enthaltenen Aktien oberhalb der 200- Tage- Linie handelten. In den vergangenen Tagen sind wir jedoch von etwa 50 %, was wirklich kein extrem hoher Wert ist, auf aktuell nur noch 17 % abgetaucht.

SPXA_200_35Dies ist wirklich beachtenswert, da z.B. während des letzten scharfen Einbruchs im vergangenen Oktober dieser Indikator bereits bei 40 % wieder blitzartig nach oben drehte. Objektiv und systematisch betrachtet sind wir also im wichtigen S & P 500 Index extrem stark überverkauft.

Und da wie oben angedeutet Aktienmärkte dazu tendieren, möglichst schnell wieder in ihren Normalzustand zurück zu gelangen, gehe ich davon aus, dass wir einer guten Kaufgelegenheit näher sind als viele technische Analysten heute vermuten. Die kritischen Analysten haben natürlich nicht unrecht, wenn sie jetzt auf die Vielzahl von nach oben hin gestaffelten Widerständen hinweisen. Der Weg nach oben scheint für die Bullen wie „zugenagelt“ zu sein. Dies genau ist aber nach jedem Einbruch der Indizes der Fall, die sich nachher als gute Kaufgelegenheiten darstellten und daher nicht ungewöhnlich.

Viel Erfolg und herzliche Grüße von Ihrem fairen Berater aus Bonn

Klaus Buhl

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Klaus Buhl

Mein Name ist Klaus Buhl und ich habe das Investmentgeschäft „von der Pike auf“ gelernt. Vor einigen Jahren wurde mir klar, dass „die Märkte“ nicht so funktionieren wie es uns die Finanzindustrie und die Massenmedien vorgaukeln. Mir wurde klar, daß die allermeisten Kunden mehr als nur eine clevere Strategie und guten Service erwarten neben Fairness und Loyalität - echte Unabhängigkeit sowie vollständige Transparenz der Produkte und Kosten. Deshalb habe ich vor einigen Jahren meine eigene GmbH gegründet und veröffentliche wöchentlich meinen Gratis Börsenbrief

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