BLOGBEITRAG

DAX mit neuem Ziel bei 9.400 Punkten

DAX könnte sich leicht abschwächen

Liebe Leserinnen und Leser,

Immerhin kam gestern etwas Bewegung in den DAX 30. Ausgelöst durch die mahnenden Worte eines US-Notenbank-Gouverneurs, dass die erste Leitzinserhöhung durchaus schon zu Beginn des Jahres 2015 stattfinden könnte, rauschten der DAX 30 zunächst in die Tiefe. Auch eine gewisse Unsicherheit über die Inflationserwartung spielte dabei eine Rolle und verstärkte den Verkaufsdruck.

Viel wichtiger ist mir aber Ihnen zu zeigen, dass die Börsianer in einer Traumwelt leben könnten. Denn einige der Parameter, die die Kurse nach oben schieben, können nicht auf Dauer zusammen passen. Ich jedenfalls bin davon überzeugt, dass ein stabiler Aufschwung, fallende Zinsen und übermäßige Liquidität durch die Notenbanken bei gleich-zeitig stabilen Preisen in der Praxis nicht gemeinsam und auf Dauer auftreten können. Daran wurden gestern einige Marktteilnehmer erinnert. Dies muss natürlich nicht das Ende des Aufschwunges sein, aber ein gewisses Ausatmen der Kurse wäre sicherlich nicht schlecht für den übergeordneten Trend. Mir jedenfalls wird allmählich der lange Zeitraum ohne eine größere Korrektur etwas unheimlich. Vor allem im kurzfristigen inneren Markt erkennt man gut, wie sehr die Kurse heiß gelaufen sind und dass wir schon längst wieder in der oberen extremen Zone handeln. Doch dazu später mehr. Werfen wir zuerst einen Blick auf den DAX 30, der gestern Nachmittag exakt auf der wichtigen Unterstützung der steigenden 50 -Tage Linie gedreht hat.

DAX 30 in Richtung 9.400 unterwegs ??

Wie Sie sehen können, hat der kurze Ausflug unter die Unterstützung von 9.850 Punkten ein Verkaufssignal der P & F Technik ausgelöst. Dies ist zwar ein Warnschuss, aber noch kein Beinbruch, da wir nach wie vor oberhalb der wichtigen Unterstützungslinie handeln.

DAX Point and Figure

Es ist auch beruhigend, dass sofort wieder Kaufinteresse aufkam – auch  im späten US-Handel. Trotzdem müssen wir nun genau beobachten, ob sich das Kräfteverhältnis nicht in Richtung der Verkäufer verschiebt. Immerhin haben die Bären gestern auf aktuellem Niveau größeren Druck auf die die Kurse ausgeübt als noch vor wenigen Tagen. Ebenfalls hat sich das Projektionsziel für den DAX um genau 1.000 Punkte nach unten verschoben und deutet jetzt auf die Region von 9.400 Punkten.

Aber wie gesagt, noch handeln wir oberhalb der wichtigen 50 Tage Linie und der aufsteigenden Trendgeraden. Solange wir darüber bleiben, mache ich mir keine Sorgen für den übergeordneten Trend. Unterhalb davon aber müssen wir uns auf eine langwierige und zähe Seitwärtsbewegung in den Sommermonaten einstellen. Achten Sie also auch zukünftig auf eine möglichst clevere Allokation Ihres Vermögens und bleiben sie bremsbereit. Genau so mache ich es auch im Premiumbrief und der Vermögensverwaltung. Möglicherweise werde ich dort in den kommenden Tagen Gewinne mitnehmen (Z.B. 42 % bei Halliburton Corp.) und für Liquidität sorgen.

Innerer Markt etwas überhitzt

Der wichtige kurzfristige Indikator des inneren Marktes, der Ihnen die Relation der Titel zeigt die oberhalb der 50-Tage-Linie handeln, ver-deutlicht wie sehr sich die US Börsen festgefahren haben. In der ver-gangenen Woche handelten immerhin noch 81 % aller Aktien oberhalb ihrer wichtigen 50- Tage- Linie.

Der innere Markt kurzfristig

Doch nun bröckelte diese Zahl etwas ab und ich habe den Eindruck, dass sich erste Anleger auf Gewinnmitnahmen oder eine Korrektur vorbereiten.  Noch ist die Tendenz nicht deutlich, aber bitte bedenken Sie, dass es völlig normal ist, dass die Märkte stets zwischen ihren extremen Ausprägungen pendeln.

Es ist praktisch unmöglich, dass sich ein Index über einen langen Zeitraum in einer der beiden extremen Ausprägungen aufhält. Dies liegt daran, dass in der oberen Hälfte stets die frühen und mutigen Anleger ab einem gewissen Punkt aussteigen und ihre Gewinne mitnehmen. Und im unteren Bereich ist es umgekehrt. Hier finden sich regelmäßig mutige Investoren und hart gesottene Spekulanten, die sehr früh wieder in einen überverkauften Markt einsteigen und eine Bodenbildung einleiten, die dann erst von den übrigen Anlegern entdeckt wird.

Oder anders ausgedrückt: es ist völlig normal, dass ein Markt stets danach strebt die  extremen Bereiche zu verlassen, um in den mittleren Bereich zurück zu fallen. Genau so entsteht ja auch der berühmte Gummibandeffekt. Die jetzige Kursbewegung ist noch kein Grund sich größere Sorgen zu machen, aber wir sollten sie gut im Auge behalten. Denn jede Korrektur beginnt mit einer kleinen Kursbewegung und startet meist im oberen extremen Bereich dieses Indikators des inneren Marktes.

Mit herzlichen Grüßen von Ihrem fairen Berater Klaus Buhl

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Klaus Buhl

Mein Name ist Klaus Buhl und ich habe das Investmentgeschäft „von der Pike auf“ gelernt. Vor einigen Jahren wurde mir klar, dass „die Märkte“ nicht so funktionieren wie es uns die Finanzindustrie und die Massenmedien vorgaukeln. Mir wurde klar, daß die allermeisten Kunden mehr als nur eine clevere Strategie und guten Service erwarten neben Fairness und Loyalität - echte Unabhängigkeit sowie vollständige Transparenz der Produkte und Kosten. Deshalb habe ich vor einigen Jahren meine eigene GmbH gegründet und veröffentliche wöchentlich meinen Gratis Börsenbrief

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