DAX 30 und Transportsektor weiter intakt

Aufwärtstrend im DAX ist ungebrochen

Auch in den vergangenen Tagen zeigten sich die internationalen Indizes und vor allem der DAX 30 robust gegenüber den durchwachsenen Quartalsergebnissen und den schlechten Nachrichten aus der Ukraine. Offenbar haben sich die Investoren bislang sowohl mit den vorsichtigen Ausblicken der Vorstände als auch mit den politischen Risiken arrangiert und konzentrieren sich wie gehabt auf ihre eigenen Probleme: das unattraktive Zinsniveau und die mangelnde Alternative zu guten Unternehmensbeteiligungen, also Aktien. Daher werden in dieser Woche bisher auch die wichtigen Ereignisse  ausgeblendet, die durchaus das Potential haben, die Erholung zu unterbrechen. Z.B. die heutige FED-Sitzung oder der wichtige US-Arbeitsmarkt, der am kommenden Freitag erwartet wird, könnten die Volatilität der Märkte erhöhen und die Indizes daran hindern, die vor uns liegenden Widerstände zu knacken.

Insgesamt hat sich die „charttechnische Wetterlage“ gegenüber der Vorwoche nur wenig verändert. Die äußeren Indizes zeigen sich im Sinne der P & F Technik robust – während die von mir besonders verfolgten Risikoindikatoren des inneren Marktes  deutlich daran erinnern, sich viel stärker auf die Risiken als auf die Chancen zu konzentrieren.

Wichtiger Transportsektor bleibt positiv 

Vor allem wenn die bekannten äußeren Indizes und der innere Markt wie aktuell in verschiedene Richtungen zeigen, lohnt es sich einen Blick auf den Transportsektor zu werfen. Entsprechend der Theorie von Charles Dow sollten sich nämlich in positiven Marktphasen die Industrieaktien und die Transportaktien gegenseitig bestätigen.  Sowohl der Dow Jones als auch der breite S & P 500 Index kleben in unmittelbarer Nähe ihrer Hochs und sind insofern positiv einzuschätzen. Wie aber steht es um den konjunktursensitiven Transportsektor?

Dieser hat kürzlich bei 7.750 Punkten ein neues Hoch generiert, konnte dieses aber nicht verteidigen. Es könnte also das Risiko einer Topbildung bestehen, obwohl es heute noch zu früh wäre, diese Gefahr zu diskutieren.

 Transportaktien weiter positiv

quelle: stockcharts.com

Der besonnene und wenig aufgeregte P & F Chart der Transportaktien zeigt jedenfalls einen eindeutigen Aufwärtstrend, den Sie gut an der steigenden Unterstützungsgeraden erkennen. Die kurzfristige Perspektive zeigt, dass sich in den vergangenen Wochen die Kauflaune der Bullen reduziert hat. Dies erkennen Sie u.a. an der negativen aktuellen 0-Spalte ganz rechts in der Grafik.  Im Augenblick ist auf dem Niveau von etwa 7.600 das Angebot größer als die Nachfrage. Positiv ist aber, dass das Kaufsignal in Form der davor stehenden X-Säule noch aktiv ist. (Man spricht hier von einem Kaufsignal, da diese X-Säule die vorhergehende X-Säule überragt, die Ziffer 4 steht für April).  Dieses Kaufsignal hat übrigens ein frisches und übergeordnetes Projektionsziel von 8.600 Punkten ausgelöst. Auch wenn dieses Kursziel mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ohne Schnörkel erreicht wird, sollten wir darin einen wichtigen Fingerzeig für das Bullenlager sehen. Trotz aller Sorgen um den Verlauf des Aufwärtstrends an den Aktienmärkten, die Geldpolitik oder was auch immer:  die übergeordnete Perspektive sieht wirklich nicht schlecht aus.

Dies gilt auch im Sinne der Dow-Theorie. Denn während die bekannten US-Indizes noch knapp unterhalb ihrer Hochs verharren, hat der Transportsektor dieses bereits geknackt und konsolidiert seither ein wenig. Bisher also wirklich kein Grund zur Panik aus Sicht der Transportaktien.

Der DAX 30 bleibt unbeirrt positiv

Im Gegensatz zum inneren Markt, der eher auf die defensive Mannschaft und hohes Risiko deutet, bleibt der DAX bislang unerschrocken. Ähnlich wie in der Vorwoche handeln wir hier auf einem Kaufsignal der P & F Technik, verharren aber unterhalb des wichtigen Widerstands bei 9.600 Punkten.  Erst oberhalb davon wäre der Weg frei bis an die „finale Herausforderung“ bei 9.700 bzw. 9.750 Punkten.

DAX 30 bleibt positiv

quelle: stockcharts.com

Positiv ist aber selbstverständlich, dass das Kaufsignal im DAX 30 intakt ist und wir außerdem oberhalb der aufsteigenden Unterstützungsgeraden handeln. Die Bullen halten im DAX eindeutig die Trümpfe in der Hand und dürfen vom Projektionsziel bei 10.450 Punkten träumen. Brenzlig würde es erst unterhalb von 9.200 werden.  Dort würde ein negatives Verkaufssignal ausgelöst und die Unterstützungsgerade durchschlagen werden.

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Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Klaus Buhl, Ihr fairer Vermögensberater

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