Sicher kennen Sie die alte Börsenweisheit: „Sell in May and go away“. Kaum ein Spruch wird so regelmäßig zitiert, wenn der Kalender in Richtung Sommer dreht. Und wie so oft entstehen daraus schnell klare Handlungsempfehlungen: Gewinne sichern, Risiko reduzieren, abwarten.
Doch ein Blick auf das aktuelle Marktgeschehen zeigt: So einfach ist es diesmal nicht.
Zwar haben die Märkte zuletzt eine Konsolidierung durchlaufen, doch von echter Schwäche kann kaum die Rede sein. Vielmehr zeigt sich eine Stabilisierung auf hohem Niveau – begleitet von einer Rotation innerhalb des Marktes. Während einige ehemalige Favoriten an Schwung verlieren, übernehmen andere Bereiche zunehmend die Führung.
Genau hier lohnt sich der Blick unter die Oberfläche – auf das, was ich den inneren Markt nenne. Denn dieser zeigt aktuell ein deutlich differenzierteres Bild, als es die pauschale Saisonalität vermuten lässt.
Fakt ist: Die Märkte haben intern korrigiert, ohne strukturellen Schaden zu nehmen. Viele Übertreibungen wurden abgebaut, während gleichzeitig neue Chancen entstehen.
Und genau das ist der entscheidende Punkt: Es geht aktuell nicht darum, ob Sie investiert sind, sondern wo.
Ich zeige Ihnen daher heute nicht nur die aktuelle Marktverfassung, sondern auch, worauf es jetzt wirklich ankommt.
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Die vergangene Handelswoche verlief insgesamt ruhig, aber mit einer leicht positiven Tendenz. Der S&P 500 ging mit einem leichten Plus von 0,91 % ins Wochenende. Der Nasdaq kam auf +1,12 %. Und auch der DAX legte mit +0,68 % leicht im Vergleich zur Vorwoche zu.
Auffällig war dabei vor allem die Rotation innerhalb des Marktes: Während einige der zuvor stark gelaufenen Bereiche weiter pausierten oder leicht nachgaben, übernahmen andere Sektoren zunehmend die Führung. Es war also kein breit getriebener Rallyeschub, sondern eher eine selektive Stärke. Gleichzeitig blieb der Verkaufsdruck insgesamt begrenzt – größere Kapitulationstendenzen waren nicht zu erkennen.
Makroseitig bewegten sich die Märkte in einem weiterhin sensiblen Umfeld: Zins- und Inflationsperspektiven bleiben ein bestimmender Faktor, ebenso wie die Frage, wie robust sich die Konjunktur entwickelt. Entsprechend reagieren die Märkte aktuell schneller auf neue Datenpunkte, was die zwischenzeitlichen Schwankungen erklärt.
Mit dem Start in den Mai rückt nun die bekannte Börsenweisheit „Sell in May and go away“ in den Fokus. Statistisch betrachtet beginnt nun eine Phase, die im Durchschnitt schwächer verläuft als die Wintermonate. Allerdings zeigt die aktuelle Marktstruktur kein typisches „Risikoflucht“-Verhalten. Vielmehr sehen wir eine gesunde Rotation und eine Stabilisierung nach vorheriger Überdehnung. Das spricht eher für eine Phase erhöhter Selektivität als für einen pauschalen Rückzug aus dem Markt.
Der „innere Markt“ – ein Blick unter die Oberfläche
Um die aktuelle Lage besser einzuordnen, lohnt sich ein Blick auf den sogenannten inneren Markt, also darauf, wie breit die Bewegungen tatsächlich getragen werden.

Abbildung: Aktueller P&F-Chart des NYSE BP Index (Quelle: Stockcharts.com)
Der obige Chart zeigt dabei den NYSE Bullish Percent Index. Dieser misst, wie viele Aktien sich gemäß der Point & Figure-Charttechnik in einem Kaufsignal befinden. Nach der vorherigen Korrektur ist hier eine Stabilisierung zu erkennen. Der Wert bewegt sich aktuell im Bereich um die mittleren 50er-Zonen und konnte zuletzt wieder leicht anziehen. Das signalisiert: Ein Teil der zuvor verlorenen Stärke kommt zurück, ohne dass wir uns bereits wieder in einem überhitzten Bereich befinden. Technisch betrachtet ist das eine gesunde Entwicklung. Aus Risikosicht sind wir hier derzeit im neutralen Bereich.

Abbildung: Aktueller P&F-Chart des 10 Wochen Indikators (Quelle: Stockcharts.com)
Der zweite Chart betrachtet den Anteil der Aktien über ihrer 50-Tage-Linie („10-Wochen-Indikator“). Auch hier sehen wir ein ähnliches Bild: Nach einem deutlichen Rückgang hat sich der Wert stabilisiert und zeigt erste Erholungsansätze. Der Markt hat also intern korrigiert und dabei Luft nach unten abgebaut. Gleichzeitig ist noch ausreichend Potenzial nach oben vorhanden, bevor wieder kritische Übertreibungszonen erreicht werden.
Beide Indikatoren zusammen zeigen im inneren Markt ein klares Bild: Die vorherige Schwächephase entsprach eher einer notwendigen Bereinigung als dem Beginn eines größeren Abwärtstrends.
Ein kurzes Fazit
Kurzfristig zeigt sich der Markt wieder stärker und stabiler. Mittelfristig haben wir zwar eine Korrektur gesehen, bewegen uns aber weiterhin in technisch völlig gesunden Bereichen.
Es gibt daher keinen zwingenden Grund, jetzt pauschal „alle Aktien“ aus den Depots zu werfen, nur weil die Saisonalität in den kommenden Monaten statistisch etwas schwächer ist.
Was sich allerdings klar und weiter bestätigt: Der Markt wird deutlich selektiver. Es steigt nicht mehr alles gleichzeitig, sondern die Unterschiede zwischen starken und schwachen Titeln werden deutlicher.
Hier liegt aktuell der Schlüssel zum Erfolg: Gezieltes Stock Picking macht den Unterschied und nicht die Prognose einzelner Ereignisse, auch wenn diese in den Medien häufig diskutiert werden.
Auch in meiner individuellen Anlageberatung und Finanzplanung geht es vielmehr um Sicherheit und die Erreichbarkeit Ihrer persönlichen finanziellen Ziele in angemessener (Lebens) Zeit.
Bitte antworten Sie mir einfach auf diese Mail, falls Sie sich dafür interessieren.
Ich wünsche Ihnen schöne Frühjahrstage und Gelassenheit für Ihre Investitionen.
Mit sonnigen Grüßen
Ihr Klaus Buhl
