Börsen unter Druck – doch unter der Oberfläche zeigt sich Überraschendes

Liebe Anlegerinnen und Anleger,

hoffentlich sind Sie wohlauf und nicht zu besorgt wegen der immer schriller werden Überschriften in einigen Börsenmedien.

In der Tat kann ich aktuell jeden Investor gut verstehen, dem etwas mulmig wird, nachdem sie oder er zu viele Börsennachrichten konsumiert hat. Obwohl ich mich sehr bemühe stets regelgebunden zu investieren, komme ich auch schon mal ins Grübeln.
Die großen Technologiewerte geraten unter Druck, die Nervosität steigt und schnell steht eine Frage im Raum: Ist das der Anfang einer größeren Korrektur?

Ein Blick auf die vergangene Börsenwoche scheint diese Sorgen zunächst zu bestätigen. Der technologielastige Nasdaq Composite Index verlor rund 4,5 Prozent. Auch der breite S&P 500 gab knapp zwei Prozent nach.

Doch eine Zahl passt nicht so recht in dieses Bild: Der Dow Jones Industrial Average Index beendete dieselbe Woche mit einem Gewinn von rund 0,7 Prozent und auch unser DAX hat sich tapfer geschlagen.

Wie kann das sein?

Die Antwort darauf ist aus meiner Sicht mindestens genauso interessant wie die Kursrückgänge selbst.

Nicht alles fällt, nur weil die großen Namen fallen

Über lange Zeit wurde die Entwicklung an den amerikanischen Aktienmärkten von vergleichsweise wenigen Unternehmen geprägt. Vor allem die großen Technologiekonzerne haben mit ihren Kursgewinnen die Indizes nach oben gezogen.

Das hat allerdings eine Kehrseite: Denn wenn genau diese Schwergewichte unter Druck geraten, können die großen Indizes deutlich nachgeben, obwohl sich viele andere Unternehmen vergleichsweise gut behaupten.

Und genau hier lohnt sich derzeit ein zweiter Blick: Während Anleger bei hoch bewerteten Technologieunternehmen zunehmend genauer auf Risiken, Finanzierungskosten und Gewinnaussichten achten, gewinnen andere Bereiche wieder an Aufmerksamkeit.

Der Markt verliert somit nicht zwangsläufig seine Zuversicht. Möglicherweise verteilt er sie gerade nur anders.

Plötzlich sind wieder die unspektakulären Unternehmen gefragt

Besonders interessant finde ich derzeit die Entwicklung bei Gesundheitsunternehmen, Pharmaherstellern und Anbietern von Gütern des täglichen Bedarfs. Das sind häufig Unternehmen, deren Produkte wir unabhängig von der aktuellen Börsenstimmung benötigen.

Menschen kaufen weiterhin Lebensmittel, benötigen Medikamente und kümmern sich um ihre Gesundheit. Diese Nachfrage hängt weniger unmittelbar davon ab, ob gerade Begeisterung über künstliche Intelligenz herrscht oder die Konjunkturaussichten etwas trüber werden.

Auch die Biotechnologie verdient einen genaueren Blick. Hier entstehen medizinische Innovationen mit langfristig erheblichem wirtschaftlichem Potenzial. Allerdings unterscheiden sich die einzelnen Unternehmen stark, und Rückschläge bei Forschung oder Zulassungen können erhebliche Kursverluste auslösen.

Interessant bedeutet deshalb nicht automatisch günstig. Und schon gar nicht risikolos. Dennoch zeigt sich, obwohl noch in einem frühen Stadium, eine bemerkenswerte Entwicklung: Die Anleger beginnen, ihre Aufmerksamkeit wieder auf ein breiteres Spektrum an Geschäftsmodellen zu richten.

Die Markbreite verbessert sich, der Indikator steigt langsam, obwohl er noch in einer ungünstigen 0-Achse notiert.

Abbildung: Aktueller P&F-Chart des NYSE BP Index (Quelle: stockcharts.com)

 

Eine gesunde Rotation oder der Beginn einer Krise?

Für die Beurteilung des Gesamtmarktes ist diese Unterscheidung wichtig. Wenn nahezu alle Aktien gleichzeitig unter Druck geraten, spricht das für eine grundsätzlich andere Situation, als wenn einzelne bisherige Favoriten verlieren und andere Branchen gleichzeitig Käufer finden.

An der Börse bezeichnet man einen solchen Wechsel der bevorzugten Branchen als Sektorrotation. Eine zunehmende Marktbreite, also die Beteiligung einer größeren Zahl von Unternehmen an positiven Kursentwicklungen, kann ein Zeichen für einen widerstandsfähigeren Aktienmarkt sein. Anzeichen hierfür sehen Sie beispielsweise im obigen Chart des NYSE BP Index. Hier steigt die mittelfristige Marktbreite in den USA bereits weiter an und wir stehen kurz vor einer Rückkehr in eine X-Spalte.

Allerdings wäre es falsch, daraus bereits eine vollständige Entwarnung abzuleiten.
Gerade die stärkere Nachfrage nach defensiven Branchen kann auch Ausdruck wachsender Konjunktursorgen sein. Entscheidend wird deshalb sein, ob sich die positive Entwicklung auf weitere Wirtschaftsbereiche ausdehnt und ob Unternehmensgewinne und Bewertungen diese Bewegung rechtfertigen.

Was bedeutet das für uns Anleger?

Für langfristig orientierte Anleger ergibt sich daraus eine wichtige Erkenntnis: Nicht jede Veränderung der Marktführerschaft erfordert eine hektische Anpassung des Depots. Ein gut strukturiertes Vermögen sollte schließlich nicht davon abhängig sein, dass wenige große Unternehmen dauerhaft die gesamte Börse nach oben ziehen.

So gehe ich nun vor, im Börsenbrief und in der Anlageberatung und natürlich mit meinen eigenen Investitionen:

Sehr wichtig sind jetzt eine vernünftige Streuung, solide Unternehmensqualität, angemessene Bewertungen und ein Risikoprofil (Aktienquote), das zu Ihrer persönlichen Lebenssituation passt.

Die aktuellen Entwicklungen sind deshalb für mich vor allem ein Anlass, genauer hinzusehen. Nicht wegzusehen, aber auch nicht vorschnell das Schlimmste anzunehmen. Denn eine Börse, an der die Favoriten wechseln, ist nicht unbedingt ein Beinbruch und kein Grund für Angst und Panik.

Sie haben mit meinem kostenlosen Börsenbrief bereits einen Einblick in meine Analysen und meinen systematischen Ansatz erhalten.
In der Anlageberatung gehen wir einen Schritt weiter: Wir betrachten Ihre persönlichen Ziele, Ihren Anlagehorizont und Ihre Risikobereitschaft und entwickeln dann daraus eine klare Vorgehensweise. So erhalten Sie nicht nur Informationen, sondern eine fundierte Beratung für eine angemessene Strukturierung Ihres Vermögens.

Bitte zögern Sie nicht, mir eine Mail zu senden, falls Sie sich für eine persönliche Beratung interessieren oder rufen mich einfach an.. .

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Nun wünsche ich Ihnen noch einen schönen und erfolgreichen Tag sowie viel Erfolg mit Ihren Investitionen.

 

Mit herzlichen Grüßen aus dem Rheinland von Ihrem unabhängigen Berater.

Ihr Klaus Buhl

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Klaus Buhl

Mein Name ist Klaus Buhl und ich habe das Investmentgeschäft „von der Pike auf“ gelernt. Vor einigen Jahren wurde mir klar, dass „die Märkte“ nicht so funktionieren wie es uns die Finanzindustrie und die Massenmedien vorgaukeln. Mir wurde klar, daß die allermeisten Kunden mehr als nur eine clevere Strategie und guten Service erwarten neben Fairness und Loyalität - echte Unabhängigkeit sowie vollständige Transparenz der Produkte und Kosten. Deshalb habe ich vor einigen Jahren meine eigene GmbH gegründet und veröffentliche wöchentlich meinen Gratis Börsenbrief

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