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Besondere Finanzprodukte: der berühmte Hebel

Besondere Finanzprodukte: Der berühmte Hebel im Trading

Sie versprechen größere Chancen, aber eben auch höhere Risiken: Hebelprodukte eröffnen die Möglichkeit, mit relativ kleinen Beträgen große Summen auf den Finanzmärkten zu bewegen. Die in Frage kommenden Produkte unterscheiden sich gravierend, was es umso wichtiger macht, sich intensiv mit ihnen auseinanderzusetzen.

Im Trading taucht immer wieder der Begriff “Hebel” auf, der einige der Finanzprodukte überaus interessant, aber eben auch riskant macht. Um eine Investition zu tätigen, muss demnach nicht der volle Wert der Aktie, des Rohstoffs oder eines anderen Basiswertes aufgebracht werden, sondern nur ein Bruchteil. Die Gewinne werden so deutlich erhöht, auf der anderen Seite können die Verluste über den eingezahlten Betrag hinausgehen und einen Nachschuss erforderlich machen – immer in Abhängigkeit vom konkreten Trading-Instrument.

Contract for Difference – CFDs

Der Gewinn liegt bei CFDs in der richtigen Vorhersage der Kursbewegung eines Basiswertes, wobei in beide Richtungen gehandelt werden kann: Eröffnet der Trader eine Long-Position, erwartet er den steigenden Kurs einer Aktie, eines Indizes, Rohstoffs oder eines Währungspaares. Er kauft zum aktuellen Preis ein, um später zu einem höheren verkaufen zu können. Da er nur ein Margin, also eine Sicherheitsleistung, bezahlen muss, kann er den Handelsbetrag hebeln – und das bis zu einem Faktor von 200. Im Umkehrschluss bedeutet eine Short-Position, dass er zum aktuellen Preis verkauft und später zu einem niedrigeren einkaufen will. Die so erzielte Differenz ist nach Abzug der Gebühren sein Gewinn.

Optionsscheine

Auch bei den Optionsscheinen, die allerdings sehr unterschiedlich ausgestaltet werden können, erwirbt sich der Trader das Recht, einen bestimmten Basiswert zu kaufen oder zu verkaufen: Geht der Trader von einem steigenden Kurs aus, erwirbt er eine Call-Option, für fallende Kurse eine Put-Option, die jeweils zum festgelegten Ausübungspreis in Anspruch genommen werden können. Für dieses Anrecht ist ein von der vereinbarten Laufzeit, der Volatilität des Basiswertes und dem allgemeinen Zinsniveau abhängiger Preis zu bezahlen. Da dieser nur einen Bruchteil des eigentlichen Wertes ausmacht, können auch hier interessante Hebeleffekte genutzt werden.

Zertifikate

Auch Zertifikate teilen die Kursentwicklungen der zugrundeliegenden Basiswerte, die sowohl die Indizes als auch Aktien, Rohstoffe oder andere Assets umfassen können. Dazu braucht der Trader diese Werte nicht zu erwerben, die Zertifikate bilden deren Entwicklung allerdings authentisch ab. Ein wichtiger Faktor ist das Bezugsverhältnis, das im Prinzip den Hebel quantifiziert und durchaus bei 1:100 liegen kann. Verändert sich nun der Kurs des Basiswertes, beeinflusst das Bezugsverhältnis die Gewinn- oder Verlustentwicklung eben durch diesen Hebel.

Bedeutung dieser Trading-Instrumente

Für alle Hebelprodukte gilt daher, dass sie einerseits die Gewinnchancen deutlich erhöhen. Es muss nur ein Bruchteil des eigentlichen Wertes investiert oder als Gebühr bestritten werden, um das Investment zu tätigen. Andererseits steigt natürlich auch das Risiko, sollte der Kurs des Basiswertes sich anders entwickeln, als der Trader dies geplant hat. Da es sich um spekulative Finanzprodukte handelt, deren vertragliche Details zudem sehr unterschiedlich gestaltet sein können, sollten insbesondere Einsteiger sich ausgiebig mit der Materie befassen und ein strenges Geld-Management betreiben. Der Vergleich von CFD-Brokern sollte ebenso an erster Stelle stehen.

Die Besonderheiten dieser Trading-Instrumente eröffnen aber auch sehr interessante Einsatzmöglichkeiten: So nutzen viele Trader, die direkt in Basiswerte investiert sind, CFDs, Zertifikate oder Optionen zum Absichern ihrer Positionen. Besteht beispielsweise das Risiko, dass ein Bestand an Aktien an Wert verliert, eröffnet der Trader eine Put-Option auf diesen Basiswert. Fällt der Kurs tatsächlich, kann er mit dem Gewinn aus der Option den Wertverlust ausgleichen. Wie bei jedem Trading gilt auch hier: Die Gier nach hohen Renditen sollte den Blick für die Details nicht trüben.

Klaus Buhl

Klaus Buhl

Mein Name ist Klaus Buhl und ich habe das Investmentgeschäft „von der Pike auf“ gelernt. Vor einigen Jahren wurde mir klar, dass „die Märkte“ nicht so funktionieren wie es uns die Finanzindustrie und die Massenmedien vorgaukeln. Mir wurde klar, daß die allermeisten Kunden mehr als nur eine clevere Strategie und guten Service erwarten neben Fairness und Loyalität - echte Unabhängigkeit sowie vollständige Transparenz der Produkte und Kosten. Deshalb habe ich vor einigen Jahren meine eigene GmbH gegründet und veröffentliche wöchentlich meinen Gratis Börsenbrief

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