Anlagestrategien trotz Niedrigzins-Politik

Anleger stehen schon seit einiger Zeit vor einem Problem: Zinsen sind vereinfacht formuliert der Preis für das Geld.
Dieser Preis ist bereits seit 2016 in der Eurozone auf der Nulllinie angekommen und die EZB bekräftigte Ihre Entscheidung der Nullzinspolitik noch einmal Anfang 2017, als sie trotz steigender Verbraucherpreise am „billigen Geld“ festhielt.
Vor allem zu leiden haben darunter die Inhaber von Sparkonten. Sie können beinahe dabei zusehen, wie ihr dort angelegtes Geld täglich weniger wird. Niedrigzinsen nagen am Sparvermögen Niedrige Zinsen und Inflation machen das klassische Sparkonto in Form von Festgeldkonten als Investition mit Renditeaussicht inzwischen beinahe überflüssig, da die angebotenen Zinsen nicht einmal die Inflationsrate abdecken, diese sogar massiv unterbieten.
Das heißt, dass die Preise über das Jahr stärker ansteigen als die angebotenen Zinsen der Banken das Geld „vermehren“.

Statt aber das hart erarbeitete Geld einfach komplett auszugeben, bietet die schlechte Zinslage eine gute Gelegenheit, in andere Anlagemöglichkeiten zu investieren.

Aktien

Eine recht bekannte Investitionsmöglichkeit sind Aktien. Dies sind Anteile an einer Aktiengesellschaft, mit denen sich die Unternehmen Eigenkapital beschaffen können, indem sie eigene Aktien (Unternehmensanteile) am Aktienmarkt veräußern bzw. platzieren.
Dabei gibt es zwei wichtige Formen der Rendite aus Aktien. Zum einen können die Aktiengesellschaften die Aktionäre am Gewinn durch die Ausschüttung von Dividenden beteiligen. Diese wird je Aktie, also pro Anteil an der Aktiengesellschaft an die Aktionäre ausgeschüttet.
Die Höhe der Dividende wird vom Vorstand beschlossen und muss von den Eigentümern/Aktionären auf der Hauptversammlung akzeptiert werden. Dividendenausschüttungen finden in der Regel jährlich statt.
Aber längst nicht jedes Unternehmen gibt überhaupt oder jedes Jahr Dividenden aus.
Die zweite Möglichkeit um mit der Investition in Aktien Gewinn zu machen ist, darauf zu spekulieren, dass die Kurse der Unternehmen steigen.
Bei guter Geschäftslage erhöht sich grundsätzlich das Interesse an der Aktie, was zu Kurssteigerungen führt.
Die gestiegene Aktie kann dann entweder verkauft oder gehalten werden. Dabei ist allerdings anzumerken, dass Aktien sich in der Regel nicht als passiver Parkplatz für Geld eigenen, sondern das eigene Depot aktiv überwacht und „gepflegt“ werden muss.
Auf Aktien oder Anleihen basieren die meisten anderen gängigen Anlagemöglichkeiten.

Aktienfonds / Investmentfonds

Für Geldanlagen empfiehlt sich grundsätzlich eine breite Streuung in unterschiedliche Anlageformen. Doch auch die jeweiligen Finanzinstrumente (wie etwa Aktien) selbst sollten, wenn möglich, breit gestreut, also auf verschiedene Unternehmen und Sektoren verteilt werden.
Dies bieten Aktienfonds, auch Investmentfonds genannt, an. Hierbei handelt es sich nicht um mehrere Einzelaktien eines einzigen Unternehmens, sondern um eine Zusammenstellung verschiedener Aktien in einem Paket.
Der Vorteil von Investmentfonds ist, dass einerseits bereits mit geringen Beträgen eine Marktstreuung erreicht werden kann und andererseits, dass sich die Kurse der einzelnen Aktien gegenseitig „ausgleichen“ können. Fällt eine im Fonds enthaltene Aktie im Kurs, können andere Papiere dies häufig ausgleichen.

Vermögensverwaltende Fonds

Auf dem Prinzip der Streuung basieren auch vermögensverwaltende Fonds, sogenannte offene Investmentfonds. Hierbei sammelt eine Investmentgesellschaft oder ein Investor das Geld der Anleger, um es als Sondervermögen in bestimmte unterschiedliche Wertpapiere zu investieren.
Diese kann aus einer Kombination von Aktien, Anleihen oder auch Immobilen geschehen.
Sondervermögen heißt dabei, dass das vom Investor gesammelte Vermögen strikt vom Vermögen der Investmentgesellschaft selbst getrennt ist.
Der Investmentfonds wird von einem professionellen Vermögensverwalter betreut. Die Bandbreite der Investmentfonds ist groß, die jeweilige Zusammenstellung der darin enthaltenden Anlagen ist nach verschiedenen Bedürfnissen ausgerichtet.
So können die Instrumente (Aktien, Anleihen, Immobilien) in die investiert wird, im Vordergrund stehen, die Risikostruktur (wie sicher sind die jeweiligen Anlagen) oder aber die finanzielle Einsatzbereitschaft der die Zielgruppe (welche Beträge sind die Anleger bereit in einen Fonds zu investieren). Grundsätzlich ist das Angebot umfangreich und auch für „ungewöhnliche“ Anlegerinteressen ist meist etwas dabei.
So existieren Ethikfonds, die ihre Anlageentscheidung nicht nur renditeorientiert, sondern auch in Hinblick auf ethische Erwägungen treffen. Ökologisch nachhaltige Fonds investieren zum Beispiel in regenerative Energien oder umweltfreundliche Projekte.

Passive Indexfonds oder ETF`s

Eine sehr bequeme und günstige Form der Anlage sind sogenannte passive Indexfonds, in der Fachsprache auch Exchange Traded Funds (ETFs) genannt. Hier entscheidet nicht ein Fondsmanager aktiv, welche Aktien in welcher Stückzahl für den Anleger gekauft werden, sondern der Aktienankauf wird hier durch die Kurse eines Index, wie des Deutschen Aktienindex (DAX), geregelt. Je nachdem welche Kurse hier steigen, werden die betreffenden Aktien automatisch erworben.
Bei aller Bequemlichkeit haben die ETFs aber aus Expertensicht auch Nachteile. Da sich die passiven Indexfonds meist auf ein einzelnes Land, eine Region oder Branche konzentrieren, also nicht ausreichend breit gestreut sind, macht sie dies anfällig für die üblichen Schwankungen der Kurse an den Börsen.

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