Liebe Investoren,

hoffentlich genießen Sie weiterhin das herrliche Sommerwetter.
Gestern habe ich Ihnen geschrieben, dass an den global wichtigsten Märkten wie z.B. dem DAX und dem S & P 500 von außen betrachtet nach wie vor alles in Ordnung ist. Wer wie die allermeisten Anleger nur von außen die Charts „liest“, hat trotz der „Reife“ des Trends kaum Grund sich zu sorgen.
Ganz ähnlich wie bei dem gegenwärtigen Hochdruckgebiet über Deutschland wollen wir Anleger aber natürlich wissen, ob sich die wirtschaftliche Situation und die Trendstarke der Aktien überhaupt noch verbessern läßt. Denn genau darum geht es natürlich an der Börse, wo bekanntlich die Zukunft gehandelt wird.
Genau diesbezüglich habe ich einen Hinweis in meinen systematischen und objektiven Daten des inneren Marktes erhalten, die ich wegen der größeren Sicherheit der Datenlage jeweils auf Basis der Wochenschlusskurse auswerte.

Dabei ist mir aufgefallen, dass eine der wichtigsten Börsenampeln überhaupt, nämlich der Risikoindikator „Bullish Percent“ für den vielbeachteten US Aktienmarkt auf „gelb“ gesprungen ist.
Dieser Risikoindikator (kein Timing-Indikator) zeigt Ihnen die Relation der Kaufsignale nach P & F am US- Aktienmarkt. Sie erkennen, wie viele Prozent der in diesem Index enthaltenen Aktien auf einem Kaufsignal notieren, also von der Nachfrage gelenkt werden. Im Augenblick sind dies etwa 68 %

Bullishpercent

Dies ist eine anständige Marktbreite, da etwa zwei Drittel der Werte an der Hausse  teilnehmen. Ebenfalls zeigt Ihnen die Grafik, dass die Anzahl der Aktien, die von der Nachfrage gelenkt wird, im Augenblick abnimmt. Aus irgendeinem Grund geraten zunehmend Aktien in den Einfluss des Angebots. Aus bestimmten Gründen werden diese von den frühen und gut informierten großen Anlegern abgestoßen. Tendenziell wird also Kapital aus dem Markt genommen und diejenigen großen Anleger, die die Kurse bestimmen, werden vorsichtiger. Warum wissen wir heute nicht. Möglicherweise erleben wir aktuell nur ein völlig normales und sogar gesundes Luftholen der Kurse. Darauf deutet die Tatsache, dass internationale Aktien weiterhin die relativ stärkste Anlageklassen sind (gegenüber Renten, dem Geldmarkt und Rohstoffen). Doch wie immer weiß man erst hinterher, ob und wenn ja, wie intensiv  ein Signal wirkt und funktioniert.
Etwas bedenklich ist weiterhin, dass wir die obere extreme Zone von oben kommend verlassen haben. Per Definition ist die Region von 70 % ein Schwellenwert, der kritisch beachtet werden sollte. Negativ ist auch, dass der Indikator mittlerweile sowohl unter der wichtigen 200- als auch unter der 50- Tage Linie notieren, die beide nach unten zeigen. Tendenziell verstärkt dies den Eindruck, dass große Anleger Kapital abziehen.
Möglicherweise hängt dies nur mit der Schwäche der Öl, Energie und Rohstoffwerte zusammen, die von den Schwankungen des Ölpreises in Mitleidenschaft gezogen wurden. Bitte erinnern Sie sich daran, dass seit einigen Jahren die Aktienkurse sehr eng mit dem Ölpreis korreliert sind. Schwache Ölpreise waren in der jüngeren Vergangenheit kein gutes Zeichen für den Aktienmarkt.

Wie sollten wir mit diesem Signal umgehen?

Meiner Meinung nach ist Panik vollkommen fehl am Platz. Nüchtern betrachtet ist es aber egal, warum und weshalb die Aktienkurse genau jetzt in eine schwierigere Marktphase eintauchen.

Auf jeden Fall sollten Sie Ihre Stoppkurse gut beachten. Bei den Kunden die ich in der Anlageberatung, der Vermögensverwaltung und natürlich auch im Premium Börsenbrief betreue, werde ich mich in den kommenden Tagen von denjenigen Aktien (und ETF`s) aus schwachen Sektoren trennen, wo sich die Chancen auf eine erfolgreiche Trendfortsetzung reduzieren. Das gleiche gilt auch für Turn Around Situationen, die nun in einem ambitionierten Aktienmarktumfeld schwieriger werden.

Denn mit hoher Wahrscheinlichkeit werden in einem Abwärtstrend diejenigen Aktien besonders schwach tendieren, die bereits im Aufwärtstrend hinterherhinkten  und natürlich umgekehrt. Dies hängt damit zusammen, dass fundamental starke Aktien von den Großanlegern auch in einem Abschwung eher gekauft werden als schwache.

Daher werde ich in den kommenden Tagen – falls sich nichts Wesentliches verändert- einige Werte im speziellen Depot des Premium Börsenbriefes austauschen und dieses noch intensive am Konzept der Relativen Stärke ausrichten – stets im Einklang mit den Regeln des inneren Marktes.
Falls Sie dabei sein wollen und mich in der wichtigen Marktphase begleiten wollen, beachten Sie bitte weiterhin mein Sommerangebot, welches noch bis zum 1. Juni gültig sein wird.

Nun wünsche ich Ihnen weiterhin einen fröhlichen und sonnigen Sonntag,

Ihr fairer Berater Klaus Buhl