Über Point And Figure

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Die Point & Figure Charttechnik

Wenn man von Charts spricht, denken die meisten Börsianer in der Regel an Kerzencharts, Liniencharts oder vielleicht auch Bar-Charts.

Nur wenige Anleger sind hierzulande jedoch wirklich gut mit einer der ältesten und effektivsten Charttechniken überhaupt vertraut, der Point & Figure-Methode.

 

Point & Figure: Was genau versteht man darunter?

Point & Figure-Charts (kurz auch: P&F-Charts) fallen zunächst einmal durch ihr optisches Erscheinungsbild auf. Sie bestehen aus wechselnden Säulen, die entweder aus übereinanderstehenden X oder Os bestehen.

Eine weitere Auffälligkeit ist, dass sie über keine explizite Zeitachse verfügen: Ob es in einem P&F-Chart zu einer Veränderung kommt, hängt im Gegensatz zu herkömmlichen Börsencharts lediglich davon ab, ob bestimmte Preislevel überschritten werden oder nicht.

Ein P&F Chart reflektiert somit den Kursverlauf der jeweiligen Aktie weitaus klarer als andere Chartformen. Das Grundprinzip ist dabei genauso einfach wie effektiv:

Wenn die Nachfrage stärker als das Angebot ist (mehr Käufer als Verkäufer), steigt der Aktienkurs – im Chart dargestellt durch eine X-Reihe. Umgedreht, ist das Angebot stärker als die Nachfrage (mehr Verkäufer als Käufer), sinkt der Aktienkurs – dargestellt durch eine O-Reihe

Derartige Veränderungen sind natürlich jedem Anleger bekannt. Der „Ausbruch“ einer Aktie (engl. „Breakout“) deutet etwa mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine starke Kursbewegung in Ausbruchsrichtung hin.

 

Ein Beispiel zur Verdeutlichung

Im Chart unten sehen Sie den P&F Chart des bekannten Gold-ETFs „SPDR Gold Trust“ (NYSE-Ticker: GLD).

Links und rechts im Chart finden Sie auf beiden Seiten die Skala zu den verschiedenen Preis-Boxen, in denen jeweils ein X oder ein O vermerkt wird. Dies geschieht sobald der Preis von unten bzw. von oben kommend dieses Level überschreitet bzw. erreicht.

Weiterhin finden Sie schräge Trendlinien (blau und rot), welche nach festen Regeln eingezeichnet werden. Zusätzlich dazu finden Sie horizontale Unterstützungen (grün) und einen horizontalen Widerstand (rot). Die Zahlen in den jeweiligen X- und O-Säulen zeigen die erste Bewegung im Chart im jeweiligen Monat an. Dies erleichtert aufgrund der fehlenden Zeitachse dem Nutzer von P&F-Charts die zeitliche Orientierung.

Gold_ETF33_16

 

Der Chart liest sich nun wie folgt:

Der Preisverlauf beginnt links oben mit einer 0-Säule von $182 bis $166. Hier haben die Verkäufer die Überhand. Dann übernehmen die Käufer (d.h. die Nachfrage) die Überhand und der Kurs steigt in einer positiven X-Achse von 168 bis $184. Anschließend gibt es eine Umverteilungsphase, dann aber fällt der Kurs dynamisch in einer 0-Spalte von 180 bis 156. Die Verkäufer sind deutlich überlegen in dieser Marktphase und der Goldpreis unter starkem Druck.

Die Säulen zeigen also einerseits an, auf welchem Preislevel sich ein Wertpapier befindet und ob gerade das Angebot oder die Nachfrage überwiegen. Ein Säulenwechsel kommt dabei zustande, wenn der Kurs mehr als 3 Boxen gegen die bestehende Säulenrichtung läuft. Vorher geschieht im Chart zunächst nichts. Es gibt also keine Veränderung durch den alleinigen Zeitverlauf.

 

Ein Blick in die Praxis: Was macht P&F-Charts so besonders?

 

Wenn Sie sich den obigen Chart einmal näher ansehen, erkennen Sie relativ schnell eine der wichtigsten Besonderheiten von P&F-Charts: Diese sind sehr übersichtlich.

Dadurch ergeben sich unter anderem die folgenden Vorteile für Nutzer:

Widerstände und Unterstützungslevels lassen sich aufgrund der übersichtlichen Darstellung sehr einfach identifizieren.
Die 3-Box-Umkehr-Regel: Die Umkehr einer X- in eine O-Säule oder umgekehrt erfolgt nur, wenn sich der Kurs der Aktie drei „Einheiten“ in die entgegen gesetzte Richtung bewegt. Hierdurch eliminieren P&F-Charts kleinere unbedeutende Bewegungen und konzentrieren sich auf signifikante Kursänderungen, die es wert sind, aufgezeichnet zu werden. Ein klarer Vorteil.
Klare unmissverständliche Aussagen: Das Einzigartige an P&F-Charts ist, dass jede Aktie entweder ein Kauf- oder ein Verkaufsignal generiert. Hierbei liegt ein Kaufsignal vor, wenn eine vorhergehende X-Reihe von einer nachfolgenden X-Reihe überstiegen wird; analog liegt ein Verkaufsignal vor, wenn eine vorangehende O-Reihe von einer nachfolgenden O-Reihe unterschritten wird. Mit anderen Worten: Es gibt bei P&F-Charts keine Interpretationsfreiheit oder „Bauchgefühle“, sondern nur klare Handels-anweisungen (im Gegensatz zu zahlreichen Varianten der herkömmlichen Charttechnik).
Klare Formeln zur Zielkurs- und Trendlinienberechnung: Die Klarheit von P&F-Charts hört nicht beim Thema Kauf- und Verkaufsignale auf. Auch Zielkurse und Trendlinien lassen sich nach festgelegten bewährten Formeln berechnen oder direkt am Chart ablesen. Damit ist die P&F-Methodik der „Mainstream-Charttechnik“ an Klarheit und Präzision deutlich voraus und nicht ohne Grund wird diese daher auch von zahlreichen institutionellen Anwendern und Börsenprofis routiniert und seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt.

Boxgrößen mit System und klarem Regelwerk

 

Wie Sie nun bereits erahnen dürften, wird bei P&F-Charts nichts dem Zufall überlassen. Dies schließt auch die Wahl der entsprechenden Boxgrößen auf der Y-Achse (und die dadurch entstehende Skalierung) mit ein.

Am obigen Chart des Gold ETFs lässt sich dies sehr gut veranschaulichen (siehe auch erneute Abbildung auf der nächsten Seite).

Standardmäßig wird die Boxgröße bei P&F-Charts wie folgt festgelegt:

Aktienkurs bewegt sich im Bereich… Größe der Box
unter 5$ ¼ Punkt (d.h. 25 Cents)
$5 bis $20 ½ Punkt
20$ bis $100 1 Punkt
Über $100 2 Punkte

Somit gibt es in einem P&F-Chart verschiedene Schwellenbereiche, in denen die Abstufung wechselt.

Im Chart des SPDR Gold Trust wird dies ebenfalls sehr deutlich, wenn Sie die Schwelle zwischen $99 und $101 betrachten.

Natürlich bedeutet dies dann auch, dass eine Aktie eine größere Bewegung benötigt, um im Sinne der 3-Box-Umkehrregel einen Säulenwechsel zu vollziehen

 

Hier nochmals der P&F-Chart:

Gold_ETF33_16

 

 

Trendlinien und Handelsstrategien mit P&F-Charts

 

Trendlinien sind, wie in der herkömmlichen Charttechnik auch, ein zentrales Hilfsmittel in der Point&Figure-Methodik.

Zwei wesentliche Trendlinien sind hierbei die bullische Unterstützungslinie (engl. Bullish-Support-Line, BSL) und die bärische Widerstandslinie (engl. Bearish-Resistance-Line, BRL).

Generell sind diese Trendlinien allerdings zeitlich ausgedehnter und länger gültig als beispielsweise eingezeichnete Trendlinien in herkömmlichen Charts. Somit bieten sich für den interessierten Anleger spannende mittelfristige Einsatzmöglichkeiten.

Stark vereinfacht gesagt ist dabei eine Aktie immer bullisch, wenn der Kurs ober-halb ihrer bullischen Unterstützungslinie liegt. Analog dazu gilt eine Aktie als im Abwärtstrend, wenn ihr Kurs unterhalb der bärischen Widerstandslinie liegt.

Die zwei P&F-Trendlinien entstehen dabei durch die folgenden Regeln:

Ab dem Moment, ab dem eine Aktie erstmals ein Kaufsignal gibt (d.h. eine X-Säule übersteigt eine vorherige X-Säule), wird von dem am tiefsten stehenden O des Chartbildes eine Trendlinie in dem Kästchen direkt unterhalb des letzten Os der Säule mit einem 45°-Winkel nach oben gezogen. Diese wird dann mit jeder neuen Säule fortgesetzt.

Natürlich hält keine Trendlinie ewig und kommt es dann zum Durchbruch und wird gleichzeitig ein Verkaufsignal generiert, ist dies für den weiteren Kursverlauf ein sehr wichtiges Ereignis und entsprechend bärisch zu interpretieren.

Dabei ist ein Durchbruch dahingehend definiert, dass die entsprechende Trendlinie klar verletzt werden muss und nicht einfach nur berührt oder überlappt wird. Dieses Prinzip lässt sich analog auf bärische Trends und Abwärtstrendlinien übertragen.

 

Bemühen wir zur Veranschaulichung nochmals den obigen Chart des Gold-ETFs:

 

Gold_ETF33_16 © StockCharts.com

Doch wie lassen sich nun P&F-Charts gewinnbringend einsetzen?

 

Die P&F-Methodik bietet eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten. Hierzu ist es hilfreich, verschiedene Ebenen zu unterscheiden.

Direkt am Chart bieten sich etwa die folgenden Punkte an:

 

1. Bestätigung von Ausbruchssignalen

P&F-Chart zeichnen nur relevante Preisbewegungen auf. Wenn Sie lediglich einen Candlestick-Chart betrachten, kann es sein, dass Sie Ausbruchsansätze und Tendenzen sehen, die eigentlich gar nicht wichtig sind und durch ein häufiges „Zucken“ eines Charts auf die falsche Fährte gelockt werden. Ein P&F-Chart gibt hingegen ganz klare Signale und zeigt Ihnen, wann ein Ausbruch relevant ist und wann nicht. Damit bildet er eine wertvolle Ergänzung und Korrektiv zu herkömmlichen Charts.

2. Stop Loss Marken

So wie Sie Ausbrüche auf P&F-Chart sehr gut erkennen können, eignen sich diese auch, um potentielle Bodenbrüche klar herauszufiltern. Damit können Sie als Anleger dort Ihre Stop-Loss-Marken setzen, wo es wirklich zählt. Gleichzeitig haben Ihre Positionen genug Spielraum, um nicht gleich abgefischt zu werden.

3. P&F Charts sind auf alle Finanzinstrumente anwendbar

P&F-Charts lassen sich problemlos auf alle Finanzinstrumente anwenden. Dies schließt Devisen, Fonds, Indizes, relative Stärke und eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten mit ein. Gleichzeitig lässt sich durch die Eindeutigkeit der Signale ein P&F-Chart sogar als Baustein für ein Modell zur tieferen Marktanalyse betrachten.

P&F-Methodik für Profis: Markttiefen- und Marktbreitenbetrachtung

 

In einer soliden Marktanalyse ist natürlich die Einzelbetrachtung nur ein Teil des großen Bildes. Und genau hier entfalten P&F-Charts erst ihre wirkliche Kraft. Aus der P&F-Methodik stammt etwa das Konzept der „Bullisch Prozent Indizes“.

Die Idee hierbei ist, dass Sie als Anleger wissen möchten, wie sich eine große Anzahl Aktien verhält.

Sehr bekannt ist z.B. der NYSE Bullisch Prozent Index (kurz auch: NYSE BPI), welcher die Marktbreite der New Yorker Börse misst.

Dieser berechnet sich nach der folgenden Formel:

Anzahl aller Aktien auf P&F-Kaufsignal
Anzahl aller an der New Yorker Börse gelisteten Aktien
     x 100        =        INDEXWERT

Im Chart lässt sich dies wie folgt darstellen:

 BPNYA_33-16© StockCharts.com

Dabei bilden die Bereiche oberhalb der 70er-Marke die Zone, in welcher der Markt als überkauft betrachtet wird. Unterhalb der 30er-Zone ist der Markt überverkauft.

Die Vorteile eines solchen Index liegen dabei natürlich auf der Hand, denn er misst einerseits zuverlässig eine große Marktbreite.

Andererseits gibt es keinen Interpretationsspielraum in der Entstehung des Indexwertes. Ebenfalls sehr wichtig ist die Tatsache, dass jede Aktie mit einer „Stimme“ im Indexwert repräsentiert ist. Schwergewichte können also den Index nicht verzerren und sind nicht wichtiger als „kleine“ Aktien. Es gilt das Motto „One Man One Vote“

Investmentprofis haben aus derartigen Indizes sehr komplexe Marktmodelle entwickelt, mit denen sich verblüffend präzise und solide Investmenterfolge erzielen lassen.

Auch wir bei Libra Invest arbeiten hierbei mit unserem eigenen bewährten Marktmodell und geben Ihnen die einzigartige Chance, hieran teilzuhaben.

Sprechen Sie mich also einfach an klaus.buhl@libra-invest.de Tel: 0228 91561481

 

Oder anders ausgedrückt:

Der NYSE BPI wird berechnet, indem alle an der New Yorker Börse gelisteten Aktien ausgewertet und gezählt werden, wieviele von ihnen sich auf einem Point & Figure Kaufsignal befinden. Diese Anzahl wird durch die Gesamtzahl der an der NYSE gelisteten Aktien dividiert und auf 100 Prozent bezogen.

 

Wenn nun eine größere Anzahl an Aktien von einem Point & Figure Kaufsignal in ein Point & Figure Verkaufsignal wechseln, so lässt sich daraus folgern, dass in einem gewissen Umfang Kapital aus dem Markt gezogen wird. Und natürlich umgekehrt.

 

Damit bleibt noch die Frage, ab wann ein derartiger Mittelzufluss oder Kapitalabzug relevant ist. Denn man möchte sich ja als Anleger nicht bei jeder kleinen Kursbewegung erneut die Frage stellen, wie nun vorzugehen ist und ob sich ein neuer wichtiger Trend etablieren könnte. Historisch bewährt hat sich hier die Schwelle von 3 Boxen. Wenn also der Index über 3 Boxen steigt oder fällt, findet ein Wechsel in eine neue X- oder O-Spalte statt. Deswegen stehen in einer Spalte auch entweder nur X oder 0. Entweder sind die Bullen oder die Bären eindeutig im Vorteil in einer bestimmten Marktphase und entsprechend sollten Sie agieren. Besonders relevant sind Spaltenumbrüche in der überkauften Zone oberhalb von 70 und im überverkauften Bereich unterhalb von 30 %.

 

Der 50-Tage-Indikator

 

Sehr wichtig für die Analysen und die Strategien hier bei Libra-Invest ist auch der kleine Bruder des Nyse Bullish Percent, der „50-Tage-Indikator“. Dieser misst, wieviel Prozent der an der New Yorker Börse gehandelten Aktien oberhalb der sehr wichtigen 50-Tage-Linie handeln.

Oder anders ausgedrückt: Erhöht sich die Anzahl der Titel, die eine ihrer wichtigsten Unterstützungen zurückgewinnen können?

NYA50R_3316© StockCharts.com

Oder etwas bildhafter:

 

Abgebildet sehen Sie den wichtigsten kurzfristigen und objektiven Risiko-Indikator des inneren Marktes. Hier wird abgebildet, wieviel Prozent der Titel an der NYSE oberhalb ihrer 50-Tage-Linie handeln. Damit wird grundsätzlich die Marktbreite verdeutlicht und überprüft, ob viele oder nur wenige hochkapitalisierte Titel eine Bewegung mittragen. Oberhalb von 70 % beginnt die obere extreme Zone, die einen überhitzten Marktzustand konstatiert.

 

Vergleichen Sie das Pendeln der Märkte und Risikozustände doch einfach mal mit dem Bau eines Turmes aus Holzklötzen. Die ersten Etagen Ihres Turms lassen sich wunderbar stapeln. Doch dann wird es immer schwieriger, der Turm beginnt zu schwanken und irgendwann fällt er unweigerlich in sich zusammen. Genauso verhält es sich mit Trends an den Märkten. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Trend erhalten bleibt, ist größer als ein Trendwechsel. Doch eines Tages nehmen die frühen Investoren ihre Gewinne mit und der Trend kippt, obwohl man dafür keine sinnvollen Gründe erkennen kann.

 

Der hier gezeigte 50-Tage-Indikator ist also nichts weiter als ein Instrument, dass Ihnen aus einer völlig anderen Perspektive zeigt, wo Sie heute mit Ihren Positionen in den Märkten stehen.

In meinem Premium Börsenbrief beschäftige ich mich systematisch mit den hier beschriebenen Methoden der P & F Technik.

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