Liebe Anlegerinnen und Anleger,

wie am Donnerstag angekündigt, will ich meine Analyse über Gold und den Sektor der Goldminen fortsetzen. Kein anderes Thema der Börse und keine andere Branche ist derart emotional aufgeheizt wie die Bericht-erstattung über Gold und den zugehörigen Goldminensektor, bzw. die Produzenten und Explorer.
Dabei weiß jeder erfolgreiche Anleger, dass man seine Emotionen an der Börse stets im Griff behalten muss. Schon mehrfach habe ich mir erstaunt die Augen gerieben, wie viele und teils sogar sehr aggressive Lesermeinungen ich nach der Veröffentlichung eines kritischen Artikels zu der Entwicklung des Goldpreises oder dem Minensektor erhalten habe.
Persönlich bin ich kein fanatischer Freund von Goldinvestments, da der Sektor extrem volatil ist und sich einfach nicht an die „üblichen“ Regeln der Auf-und Abwärtsbewegungen innerhalb des Konjunkturzyklus halten will. Insbesondere Veränderungen – oder alleine die Furcht davor- im Gefüge von Währungen und Zinsen, wirbelt bereits die Kurse der Minenaktien ordentlich durcheinander.

Wie am Donnerstag hier von mir beschrieben, hat der Goldpreis Anfang Mai ein Zwischentief gebildet und erholt sich seither wieder deutlich. Wie üblich wurde dies von den Kommentatoren mit den zunehmenden politischen Risiken und dem spannenden Kampf von „Trump gegen Trump“ begründet.
Meiner Meinung nach steckt aber mehr dahinter. Bislang gingen die Marktteilnehmer von einer Zinsanhebung durch die US-Notenbank FED im Juni und im September aus, doch die Überzeugung an dieser deutlichen Straffung schwächt sich ab. Es gibt einige Hinweise auch von hochrangigen Notenbank-Gouverneuren, es bei der Juni- Anhebung in der kommenden Woche zu belassen.
Dies ist eine echte Überraschung und würde den extrem zinssensitiven Goldpreis spürbar befeuern.
Der Grund dieser möglichen Meinungsänderung liegt in der sich leicht abkühlenden US- Wirtschaft, die jüngst sogar von der europäischen Entwicklung abgehängt wurde.

Dazu kommt natürlich noch die innenpolitische Entwicklung. Bekanntlich haben sich die Finanzmärkte auf ein großes Reform-Feuerwerk und kostspielige Infrastrukturprogramme eingerichtet. Kann der großmäulige US- Präsident aber nun nicht liefern – wonach es derzeit aussieht – verringert sich der staatliche Finanzbedarf und der Druck auf die FED, die Zinsen zu erhöhen.
Genau dies ist heute die große Chance für Gold und die dazugehörigen Minenaktien. Dazu gesellt sich natürlich ab jetzt noch die unglaubliche Stümperhaftigkeit (oder ist es Großmut?) mit der die britische Führung in die Brexit-Verhandlungen stolpert.

Wie reagiert der Goldminensektor?

Nach dem der Minensektor vom Frühjahr 2016 bis in den späten Herbst zu den relativ betrachtet stärksten Sektoren zählte, hat sich dies seither komplett geändert. Gemeinsam mit den Rohstoffen, Industriemetallen und Ölaktien entwickelten sich die Minen äußerst schwach.
Wer sich nur anhand der relativen Stärke der Sektoren orientiert, hatte seither keinen Grund in Goldminen zu investieren. Höchstens von der Hoffnung abgesehen, dass der Sektor extrem ausgebombt ist und bereits geringe Nachfrage von Investoren die Leerverkäufer dazu anregt, ihre Positionen einzudecken. Ein sehr dynamischer „Short-Squeeze“ und rasant steigende Kurse der Minenaktien aus heiterem Himmel, wären die Folge.

Die Grafik zeigt Ihnen einen der bekanntesten ETF`s (passiver Indexfonds) des Minensektors in den vergangenen drei Jahren. Wie Sie sehen, habe ich nicht zu viel versprochen, die Volatilität ist erheblich – aber per Saldo ist wenig passiert.
Das lokale Tief bei 13 wurde ebenso von den Marktteilnehmern abgelehnt wie das Hoch bei 31 Punkten. Negativ ist die fallende 200- Tage- Linie, positiv die erneut ansteigende 50 Tage-Linie und die Erholung der Markttechnik.
Am spannendsten ist jedoch die Tatsache, dass sich der Kurs gerade auf den Weg macht, dass einge-zeichnete Dreieck nach oben zu verlassen. Obwohl Dreiecke als Trendfortsetzungs-Formationen gelten, würde ich einen erfolgreichen Ausbruch als positiv bewerten. Ein Test des Hochs aus dem vergangenen Sommer bei 31 wäre dann sehr wahrscheinlich.

Was sagt der innere Markt der Goldminen aus?

Auch die nachfolgende Grafik zeigt Ihnen, dass eine Preis-Explosion bzw. „Short-Squeeze“ nicht zu erkennen ist. (Dies ist aber genauso unwahrscheinlich wie die Fähigkeit eines Analysten, einen Crash vorherzusagen). Konkret sehen Sie die Relation der Goldminenaktien, die auf einem definiertem Kaufsignal der P & F Technik notieren.

Der innere Markt der Goldminen

Wie Sie sehen, befinden sich heute 40 % der Indexmitglieder auf einem Kaufsignal, während es im vergangenen Juli (Ziffer 7 in der Bildmitte) nur selten beobachtete 100 % waren.
Im vergangenen Herbst notierten umgekehrt nur noch 8 % der Minen auf einem Kaufsignal. Binnen eines halben Jahres hat sich die extreme Überhitzung des Sektors in eine ausgeprägt überverkaufte Situation gewandelt. Beide Situationen zeigen Ihnen völlig systematisch und frei von Emotionen eine gute Gelegenheit um Positionen abzubauen oder umgekehrt aufzubauen.
Dies ist der große Vorteil der Methode des inneren Marktes. Sie erkennen die jeweiligen Gelegenheiten objektiv und wie es wirklich um einen Sektor bestellt ist. Der aktuelle Impuls ist nach oben gerichtet, wie Ihnen die noch nicht sehr stark ausgeprägte positive X-Achse zeigt.
Das Interesse der Investoren an den Goldminen verstärkt sich also im Augenblick. Es sieht so aus, als würden die frühen und gut informierten Investoren ganz sachte ihre Positionen im Sektor verstärken.

Allerdings ist die Bewegung noch nicht besonders deutlich ausgeprägt und steht noch am Anfang.
Falls die Spekulation aufgeht und der Sektor „durchzieht“, wäre  nach oben hin ist viel Luft vorhanden, bevor eine überkaufte Situation eintritt. Richtig interessant wird es aber erst, falls sich ein Kaufsignal ereignet.
Dazu müsste die aktuelle X-Achse über die vorhergehende steigen, also die Region von mindestens 46 % erreichen. Insgesamt verbessert sich die charttechnische Situation der Goldminen.
Konservative Investoren können sich mit einem Einstieg noch etwas Zeit lassen. Die spekulativ eingestellten Leser können bereits nach interessanten Einzeltiteln fahnden.

Wie gesagt, wir befinden uns in einem frühen Stadium der Entwicklung, die wahrscheinlich noch etwas Geduld benötigt. Dies ist nach einer etwa 6 jährigen Baisse im Sektor auch kein Wunder, in der jede Erholung dann doch wieder „verkauft“ wurde und die Bären erneut das Ruder übernahmen.
Einen zwingenden Grund, jetzt sofort Positionen aufzubauen, sehe ich daher noch nicht. Aber die Spannung steigt und schon rasch könnten die Minen in den Steigflug übergehen.

Ich gehe aber davon aus, dass wir demnächst im Goldsektor einige sehr interessante Gelegenheiten sehen werden, die ich natürlich im Premiumbrief mit konkreten Aktien und Einstiegspunkten besprechen werde. Übrigens bin ich hier bereits investiert, nehme mir aber gerne falls notwendig die Freiheit, das Engagement zu erhöhen oder zu reduzieren.

Wegen der interessanten Ausgangslage bei Gold und den Minenaktien ist der Sektor aber auch relevant und interessant (da strategisch und übergeordnet chancenreich) für meine Anlageberatung. Hier habe ich nämlich die Möglichkeit, für Sie ganz individuell und dabei völlig unabhängig einzelne Sektoren und Länder auszusuchen und mittels kostengünstiger ETFs in sie zu investieren. Hier können Sie sich informieren. Noch einfacher ist es natürlich, mich einfach telefonisch zu kontaktieren (0228 91561481) oder eine E-Mail mit ihren Fragen zukommen zu lassen.

Nun wünsche ich Ihnen ein angenehmes und warmes Sommerwochenende und viel Erfolg mit ihren Investitionen.
Ihr fairer Berater aus Bonn,
Klaus Buhl