Liebe Investoren,

schon wieder liegt eine spannende Handelswoche hinter uns.
Besonders intensiv wurde in den vergangenen Tagen in den Medien die große Skepsis der Marktteilnehmer über den weiteren Börsenverlauf besprochen. In der Tat ist das Sentiment auf beiden Seiten des Atlantiks bei weitem nicht mehr so euphorisch wie noch vor einigen Wochen und die institutionellen Investoren haben ihren Kassenbestand erhöht. Ein Grund könnte das sinkende Vertrauen der Investoren in die neue US- Administration sein.(Bei uns in Europa ist dieses Vertrauen ohnehin schon sehr gering).
Hintergrund ist die Sorge der Anleger, dass die angekündigten Reformen und Wahlversprechen wie die Steuerreform und das Konjunkturprogramm viel schwieriger umzusetzen als anzukündigen sind.

Ein Beleg dafür ist die zuletzt relative Schwäche des Biotechsektors, der systematisch betrachtet stark überverkauft ist und daher langsam wieder attraktiv werden könnte.
Immerhin ist die Diskussion um die überhöhten Arzneimittelpreise in den USA bereits seit dem frühen Wahlkampf im Sommer 2015 in den Medien. Daher stellt sich die Frage, wie viel der jetzigen Diskussion bereits in den Kursen enthalten ist und ob wir hier eine interessante Kaufgelegenheit sehen. Trotzdem ist es aber möglich, dass die Abstimmung über „Obama-Care“ das Vertrauen der Anleger in den kommenden Tagen deutlich negativ beeinflussen könnte.

Achtung: Statuswechsel im wichtigen Risikoindikator

Heute will ich Sie insbesondere auf einen mir sehr wichtigen Statuswechsel im inneren Markt hinweisen.
Der wichtigste Risikoindikator überhaupt, der NYSE Bullish Percent, hat in eine negative 0-Spalte gewechselt.

Hier können Sie sehen, wie ich in den beiden Depots des Premiumbriefes reagieren werde. Liquidität habe ich jüngst aufgebaut. Hier erleben Sie konkret, wann und wie diese investiert wird.

Wie Sie sich vielleicht erinnern, zeigt der Indikator die Relation derjenigen Aktien an der New Yorker Börse, die oberhalb der wichtigsten Unterstützung der P & F Technik notieren.
Bildet sich nun nach einer positiven Marktphase eine neue o-Spalte, bedeutet dies nichts anderes, als dass eine wachsende Anzahl von Aktien ihre wichtigste Unterstützung verlieren und entsprechend vom Angebot gelenkt werden. Ebenfalls zeigt die 0-Spalte, dass die aktuelle Marktbewegung nach unten gerichtet ist, dass also im Augenblick konstant Aktien diese wichtige Unterstützung verlieren.


Dies bedeutet übrigens nicht, dass wir zwangsläufig vor einem Abwärtstrend stehen. Denn nach wie vor sind US -Aktien die stärkste Anlageklassen überhaupt.
Stärker als europäische und asiatische Aktien, die Schwellenländer und Rohstoffe oder gar Renten.
Insofern tippe ich darauf, dass wir keine große Korrektur erleben, sondern eher eine Konsolidierung auf hohem Niveau.
Aber die Wahrscheinlichkeit für mindestens leicht sinkende Kurse ist relativ groß. Ebenso die Wahrscheinlich-keit, dass wir Anleger eine Weile an der Börse nicht zu viel erwarten sollten.
Mental sollten wir uns darauf einstellen, in den kommenden Wochen unser Kapital eher zu verteidigen als zu vermehren.
Bitte beachten Sie, dass der Indikator auf einem recht hohem Niveau bei 70 % gedreht hat. Von hier aus ist die Fallhöhe nicht unbedenklich.

Seien Sie also noch vorsichtiger als sonst in den nächsten Wochen.
Leider werde ich mich hier in den kommenden 3 Wochen wahrscheinlich nur noch sporadisch melden können. Denn mit meiner ganzen Familie werde ich eine spezielle Reha absolvieren, bei der es vor allem um die Verbesserung des Gesundheitszustandes meines kleinen Sohnes geht.
Dieser befindet sich zwar nach einer etwa 18-monatigen onkologischen Behandlung zum Glück auf dem Wege der Besserung - aber es gibt noch eine Menge zu tun.

Für die Leser des Premiumbriefes bin ich natürlich durchgehend zu erreichen. Meinen zeitlich großen Aufwand für diesen Gratis-Börsenbrief werde ich allerdings für etwa drei Wochen etwas einschränken müssen und bitte Sie daher um Ihr Verständnis.
 Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit und viel Erfolg mit ihren Investitionen.

Ihr fairer Berater Klaus BuhlPremium-Börsenbrief